Karma (3.6.2009)

Das Wort "Karma" hat sich längst bei uns eingebürgert. So ziemlich jeder weiß, daß irgendwelche Inder fürchten, dank eines schlechten Karmas als Regenwurm wiedergeboren zu werden. Dieses indische Karma hat noch weitere Auswirkungen, es besagt, daß jeder Mensch an seinem Schicksal selbst schuld ist. Es erlaubt einem schwerreichen Maharadscha an einem Bettler vorbeizugehen, ohne eine Spur des Mitgefühls, denn beide haben sich ihre jeweiligen Leben verdient.

Auf der anderen Seite lehrt dieses Karma die Achtung vor den Mitgeschöpfen, denn niemand ist davor sicher, im nächsten Leben nicht als Tier wiederzukehren. Das Schnitzel auf Ihren Teller stammt von einem Schwein, das zuvor Ihre eigene Urgroßmutter gewesen ist. Ich will Ihnen damit nicht den Appetit verderben, aber womöglich gönnen Sie unter diesem Aspekt dem Tier ein artgerechteres Leben vor der Schlachtung.

Das Gesetz des Karmas

Vergessen Sie ruhig die Regenwürmer, auch die Uroma wird nicht mehr als Schnitzel auf einem Teller landen. Wer es auf die menschliche Ebene geschafft hat, wird nicht mehr zum vierbeinigen Rindvieh degradiert. Es schließt allerdings nicht aus, sich wie ein Rindvieh zu benehmen. Und natürlich können Sie sich als Politiker trotzdem wie ein Wurm im Staub winden, obwohl die Anatomie Sie nicht nur mit einem knöchernen Skelett, sondern sogar mit einem echten Rückgrat ausgestattet hat.

Das Gesetz des Karmas ist so einfach, daß es sich mit einem Sprichwort ausdrücken läßt: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Aber da das natürlich viel zu einfach ist, um von den Alberts dieser Welt begriffen zu werden, möchte ich es umformulieren: Das, was Du in das Leben hineingibst, wirst Du vom Leben zurückerhalten. Mit der dezenten Einschränkung, daß es sich dabei um zwei verschiedene Leben handeln kann. Der Maharadscha wird die mitleidlose Hartherzigkeit, die er seinen Mitmenschen angedeihen läßt, am eigenen Leib erfahren. Er mag gestürzt und von seinen Feinden gedemütigt werden, aber auch friedlich im Bett sterben und erst im nächsten Leben das Opfer dieser Hartherzigkeit werden. Nicht als Regenwurm, sondern als Bettler...

Genau das ist das große Problem des Karmas: Es hält sich nicht an die Regeln der Tierdressur und der Kindererziehung, wonach Belohnung oder Bestrafung unmittelbar nach der Tat erfolgen sollen. Einem Bettler einen Euro geschenkt, die nächste Stunde grüne Welle bei allen Ampeln. Einen Zwergpinscher verprügelt, von einem Rottweiler gebissen. Merkel zur Kanzlerin gewählt, Weltwirtschaftskrise bekommen. Ach nein, letzteres hat ja funktioniert.

Das Karma trennt Ursache und Wirkung. Es ist die große Bilanz, in der langfristig alles ausgeglichen wird. Es gibt eine schwache Analogie in der Wirtschaft: Wenn ein Unternehmen seine Forschungsabteilung einspart, fällt ein Kostenfaktor weg, Für ein paar Quartale, vielleicht sogar für ein paar Jahre, steigt der Profit. Doch dann ist das Unternehmen am Ende, die Konkurrenz hat es überflügelt, ohne neue Produkte kann es sich nicht halten und verschwindet schließlich. Die Strafe hat es eingeholt, das Karma gewirkt.

Bitte verwechseln Sie Karma nicht mit Evolution. Diese lehrt, daß eine Art, die sich nicht weiterentwickelt, schließlich ausstirbt. Doch Karma hat nichts mit Entwicklung zu tun. Entwicklung findet statt, während das Karma wirkt. Die "Strafe" oder die "Belohnung" des Karmas treibt unsere Entwicklung voran, weil sie uns mit dem konfrontiert, was wir in die Welt gesetzt haben. Die Lektionen des Karmas sind unerbittlich und sie werden wieder und wieder wiederholt. Solange, bis wir ein anderes Karma erschaffen. Wir können Jahrhunderte, ja Jahrtausende unter einem bestimmten Karma leiden, doch wir können uns binnen Sekunden anders entscheiden.

Wir müssen keine Flüche in den Wald rufen, aber solange wir fluchen, werden uns Flüche treffen. Sobald Glückwünsche von uns geben, kommen diese Glückwünsche zu uns zurück. Sie kommen, nur eben nicht sofort. Sehr oft wirkt das geänderte Karma erst im nächsten Leben. Es ist eben keine Tierdressur, die hier stattfindet, mit unmittelbarer Belohnung.

Ist Gott grausam, weil er uns diese sofortige Belohnung oder Bestrafung keine schnelle Rückmeldung gibt? Nun ja, wollen Sie etwa dressiert werden? Sie haben den freien Willen geschenkt bekommen, also nutzen Sie ihn! Sie sind kein Meerschweinchen, das lernen soll, auf Kommando über eine Stange zu balancieren. Sie sollen erkennen, was gut und böse ist, was richtig oder falsch ist. Sie sollen das aus tiefer Einsicht entscheiden, nicht durch "Zuckerbrot" oder "Peitsche". Natürlich ist das ein langsames Lernen, aber jede Lektion wird verinnerlicht.

Die Kirchen - egal welchen Glaubens - werben mit den schnellen Vorteilen. "In hoc signo vinces" - pinsele das Kreuzzeichen irgendwo drauf und du bringst im Namen des ewig liebenden und allseits vergebenden Gottes genug Feinde um, um den Sieg davonzutragen. Die großen, greifbaren Wunder fanden alle zu historischen Zeiten statt. Heute gibt es nur die kleinen, die überschaubaren Wunder. Dafür erleben wir, wie Geschichte zurechtgebogen werden kann.

Auf der persönlichen Ebene bestimmt das Karma unseren Werdegang durch die Inkarnationen. Mit der Haltung, mit der jemand stirbt, tritt dieser Jemand ins Jenseits ein. Eine Änderung der Haltung ist im Jenseits nur in ganz kleinen Schritten möglich, deshalb wird die nächste Inkarnation mit der gleichen Haltung begonnen. Diese Inkarnation findet in einem Umfeld statt, die der eigenen Haltung der wiedergeborenen Seele entspricht. Gut kommt zu gut, böse zu böse. Der Ruf, den man im Sterben aussendet, kommt in der Geburt als Echo zurück.

Das Karma der Völker

Karma ist nicht nur ein Einzelschicksal, sondern eine Eigenschaft, die ganze Völker betrifft. Ursache ist nicht die "russische Seele" oder der "germanische Volkskörper", Ursache sind die Menschen. Ein Volk, das nicht gerade von Würmern und Rindviechern regiert wird, bildet gewisse Eigenschaften aus.

Auf familiärer Ebene ist das leicht nachvollziehbar: Nehmen wir einen betrügerischen Geldwechsler, der zudem Geld verleiht und erpresserische Zinsen verlangt. Diesen ehrbaren und hochgeschätzten Beruf können nur Menschen mit einer bestimmten Mentalität ausüben, denen heuchlerisches Verhalten zur dauerhaften Maske geworden ist. In dieses Umfeld wird kein Wohltäter der Menschheit hineingeboren, sondern jemand mit passender Mentalität. Dieser wird im Glauben der Väter erzogen, er lernt das Handwerk des Geldwechselns und des Zinsbetrugs, der Sohn wird so arbeiten, wie der Vater es ihm beigebracht und ihn erzogen hat.

Es gibt die Möglichkeit, mit der Familientradition zu brechen. Wir haben alle den freien Willen, wir können uns willentlich abwenden, aufhören zu sündigen, und fortan das Richtige tun. Dazu gehört allerdings eine Charakterstärke, die nur eine Minderheit von Menschen aufbringt. Es ist leichter, auf den Pfaden der Väter zu wandeln, die Familientradition fortzuführen und das zu tun, was schon immer getan worden ist.

Was in den Familien weitergegeben wird, prägt eine Sippe, einen Stamm oder ein Volk. Der Siedlungsraum tut ein übriges, um den Volkscharakter zu prägen. Nehmen wir die Schweiz: Das Land besteht, vereinfacht gesagt, aus einer ganzen Menge Bergtäler. In Bergtälern ist das Nahrungsangebot begrenzt, da die Anbauflächen nicht mehr zulassen. Daraus folgt, daß die Menschen in kleinen Siedlungen leben. Man kennt sich, es gibt wenig zu sagen, man wird ein wenig maulfaul, spricht langsam. Der Winter ist lang, ohne Vorräte überlebt den keiner, also werden die Leute zur Sparsamkeit erzogen. Das Leben in den Bergtälern verläuft gleichförmig, niemand muß sich eilen, aber jeder muß sich darauf verlassen, daß eine Arbeit wirklich nach besten Kräften erledigt wird. Deshalb arbeiten Schweizer vielleicht nicht unbedingt schnell, aber sehr sorgfältig. Habe ich ein Vorurteil vergessen? Das Land prägt die Leute, fördert deren Mentalität. Und das Karma sorgt dafür, daß zur jeweiligen Mentalität passende Personen dort geboren werden.

Die Grundeigenschaften eines Volkes schreiben nicht vor, in welcher Weise diese ausgelebt werden. Der korrekte, sorgfältige Schweizer kann ein guter Uhrmacher sein, aber auch ein sehr erfolgreicher Folterknecht, beide Berufe profitieren von diesen Eigenschaften. Es spricht für die Schweizer, daß sie als Uhrmacher bekannt geworden sind. Andere Völker haben aus ihren Anlagen weitaus schlechtere Charaktere entwickelt.

Ein Musterbeispiel der Bösartigkeit ist England. Die älteste Bevölkerung in der geschichtlichen Überlieferung waren die Kelten. Diese bekamen Besuch, zunächst von Cäsar, dann von Claudius, der sie endgültig ins Römische Imperium eingliederte. Die romanisierten Kelten wurden von den Angeln und den Sachsen überfallen, die sich als Namensgeber ("Angelsachsen") bis heute gehalten hatten. Diese Leute prügelten sich mit den Walisern und Pikten (den Vorfahren der Schotten), mit Dänen und Wikingern. Dann erschienen die Franzosen, genauer die Normannen, als neues Herrenvolk. Die angelsächsischen Bauern durften das germanische "swine" hüten und aufziehen, geschlachtet und zubereitet landete es als französisches "pork" auf den Tischen der normannischen Herren.

Die Normannen besaßen ihre Stammlande in Frankreich, was willkommene Kriegsgründe mit den anderen Franzosen lieferte, ihre Kolonie England, wo sie sich mit den Walisern, Iren und Schotten hauen konnten, sowie ziemlich viel Meer, das es erlaubte, mit Schiffen Soldaten in ferne Länder zu bringen. Zwischendurch blieb noch Zeit für einen erfolglosen Kreuzzug, der uns die schönen Legenden von Richard Löwenherz, Robin Hood und Ivanhoe beschert hat. Die Engländer bekamen dadurch die Magna Carta, ein frühes Zeichen eines schwachen Königtums.

Den Engländern wurde ihr Land schließlich zu eng. Es war lange vor der industriellen Revolution, als sie erkannten, daß es einfacher ist, andere Völker auszurauben, als selbst zu arbeiten. Heute wird das als "Bucaneer Spirit" verklärt, das Seeräubertum eines Sir Walter Raleigh oder Sir Francis Drake. Ein Glücksfall, eine Kombination aus stürmischem Wetter und einem zu alten Admiral, verschonte das Land vor einer Polizeiaktion durch die Spanische Armada. Daraus wurde natürlich ein "göttlicher Freibrief" abgleitet, in die Welt hinauszugreifen und fremde Völker zu unterwerfen.

Englisches und französisches Geld heizten in Mitteleuropa den Dreißigjährigen Krieg an, der England die Gelegenheit gab, unbehelligt erste Kolonien zu errichten. Die inneren Gegner, auf der eigenen Insel, die Schotten, wurden nicht besiegt, sondern nach einem Staatsbankrott von den reichen Räubern aus London einfach gekauft. Seitdem gibt es das Vereinigte Königreich und die Briten marschieren zum Gedröhn der Dudelsäcke in die zahllosen Schlachten.

Der Höhepunkt der britischen Expansion war die Gründung der USA. Rein formal war das ein Rückschlag, da 13 Kolonien (eigentlich nur eine einzige Kolonie mit 13 Verwaltungsbezirken) das britische Imperium verlassen haben. Tatsächlich wurde damit der Grundstein der weltweiten "angelsächsischen" Gewaltherrschaft gelegt. Dank der zahlreichen deutschen Einwanderer in diesen "Kolonien" hatte es eine kleine Chance gegeben, ein friedlicheres, gerechteres Land zu schaffen, doch der "Bucaneer Spirit", der Instinkt der Raubritter, setzte sich durch. Jeder Fußbreit der USA wurde mit dem Blut der früheren Einwohner getränkt, von all den zahllosen Verträgen, den zeitweiligen Waffenstillständen mit den Indianern, wurde nur ein einziger nie gebrochen - und den haben deutsche Siedler in Texas abgeschlossen.

Briten und ihre amerikanischen Meisterschüler haben jede Grausamkeit verübt, die sich Menschen ausdenken konnten. Dum-Dum-Geschosse, pockenverseuchte Decken als "Geschenke", vor Kanonen gebundene "Rebellen", Konzentrationslager, Luftangriffe gegen Zivilisten, Hungerblockaden gegen ganze Länder, Atombomben, Napalm, Giftgas - kein anderes Volk der Welt hat eine derart "ruhmreiche" Kriegsgeschichte, in der Ströme von Blut ganze Meere gefüllt haben. Jedes Kriegsverbrechen, das Israel im Gazastreifen begeht, hat britische und amerikanische Vorbilder.

Es ist die Mentalität eines tollwütigen Hundes, die wir hier vorfinden. Das Karma, die geistige Einstellung, hat sich über Jahrhunderte verdichtet. Aus diesem Karma entsteht ein Völkerschicksal. Wie dieses aussieht? Es gibt ein Beispiel für ein vergleichbar grausames und gewaltiges Imperium: Rom.

Rom war eine Räuberrepublik, so wie England mit seinen Monarchen, die ein Parlament im Nacken hatten. Die Senatoren bildeten das antike Oberhaus, in dem adlige Familien das Sagen hatten. Rom plünderte seine Nachbarländer aus, verschleppte ganze Völker in die Sklaverei, mordete, sengte und kreuzigte alles, was Widerstand zu leisten wagte. Die römische Zivilisation, die Fußbodenheizung und die Badeanstalten, wurden mit Strömen von Blut erkauft.

Was Rom gewesen war, wurde für tausend Jahre vergessen, nur ein paar Legenden berichteten davon. Die "ewigen" Götter Roms finden wir heute am Himmel. Jupiter ist ein heller Punkt am Firmament, nicht mehr der allmächtige Vater der Götter. Von der Größe des Reiches, von der Macht seiner Kaiser künden heute nur noch Ruinen. Roms Sprache und Schrift wurde von einer Organisation übernommen, die Rom vergeblich bekämpft hatte, der Kirche. Der Kult der Sklaven und Armseligen hat die Hauptstadt des sterbenden Weltreichs vereinnahmt, Päpste beherrschten das Bauerndorf, das einst eine Millionenstadt aus Marmor gewesen war.

Rom wurde nicht von Germanen oder Hunnen überrannt, die erschienen erst, als das Reich bereits von innen verfault gewesen war. Ein Caligula und ein Nero regierten noch ein intaktes Reich, unter den Adoptivkaisern bis Marc Aurel erlebte das Reich eine lange Phase der Stabilität. Danach wurde der Kaiserthron meistbietend verschachert, so wie heute das Präsidentenamt der USA durch Hunderte Millionen Dollar in "Wahlkämpfen" erkauft wird. Die Legionen räumten die Grenzbefestigungen, dann die Grenzprovinzen, schließlich zogen die "Barbaren" als Sieger durch Rom.

Wenn Räubernationen keine lohnende Beute mehr finden, zerfleischen sie sich selbst. Der letzte große Raubzug der "Angelsachsen" führte in die Mitte Europas, ins Deutsche Reich. Die Beute an Gold und Sachwerten war dabei überschaubar, die Beute an Patenten und Forschungsergebnissen nicht in Billionen zu bemessen. Bei diesen Raubzügen gibt es eine weitere Parallele zu Rom: Sie wurden bevorzugt mit "Bundesgenossen" geführt, Verbündete, die so große Kriegslasten getragen haben, daß sie danach zu Vasallen geworden sind.

Sieht man von den Indianern und den eigenen Bürgerkriegen ab, haben die großmächtige USA nur drei Kriege ohne Bündnispartner gewonnen: Gegen das herabgewirtschaftete Mexiko, gegen die Überreste des spanischen Kolonialreiches und gegen die Weltmacht Grenada. In Korea haben sie Prügel bezogen, in Vietnam haben sie Prügel bezogen und im Irak und in Afghanistan beziehen sie trotz ihrer Vasallen Prügel. Räuber sind keine Soldaten, sie kämpfen immer wie Räuber, hinterhältig und entgegen jeden Völkerrechts. Stoßen sie auf ernsthaften Widerstand, ergreifen sie die Flucht.

Großbritannien, die USA und Israel haben genügend Unheil auf der Welt gestiftet. Ihnen steht das Schicksal Roms bevor. Es wird keine 300 Jahre dauern, womöglich nicht einmal mehr drei, bis die Gesetze des Karmas diese Staaten vernichten.

Es ist kein göttlicher Eingriff, der dies bewirkt, keine schicksalshafte Macht, sondern schlicht und einfach das persönliche Karma der Einzelpersonen. Natürlich gibt es rechtschaffene, liebenswürdige, gutherzige Engländer, Amerikaner und Juden. Nur sind das nicht die Leute, die diese Nationen führen. All das Leid, das durch diese Nationen in die Welt gesetzt wurde, hat sich in deren Führungsschicht kristallisiert. Das Böse kann nur zerstören und in letzter Konsequenz zerstört es sich selbst.

Was ist mit Deutschland? Deutschland war die Kraft des Guten in der Welt und wurde seit dem Mittelalter zersetzt. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wurde ein Spielball fremder Interessen. Ein intaktes Reich hätte Luther überstanden, hätte von einer Reformation sogar als Ganzes profitiert. Der Dreißigjährige Krieg sollte das Reich für immer zerstören, das Land wurde zum Schlachtfeld Europas. Ein Krieg, der im Ergebnis völlig sinnlos gewesen war und die Macht des Reiches beendet hatte. Gegen das aufstrebende Preußen wurde ein weiterer großer europäischer Krieg angefangen.

Trotz allem manifestierte sich das Gute im Reich. Natürlich wurde und wird dieses Reich heute mit Propaganda-Schmutz überzogen. Deutsche Soldaten sollten wie die Hunnen in China wüten, bei der Niederschlagung des Herero-Aufstands sei der erste Völkermord im 20. Jahrhundert begangen worden. Stimmt, der deutsche Kaiser hat diese Hunnenrede gehalten, doch von Grausamkeiten deutscher Truppen bei der Niederschlagung des Boxer-Aufstands ist nichts bekannt, selbst die allgegenwärtige deutschfeindliche Propaganda weiß nichts davon. Den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts haben die Engländer im Burenkrieg begangen, mit Konzentrationslagern für Frauen und Kinder, um die kämpfenden Männer zur Aufgabe zu zwingen. Ein Feldzug gegen die Herero hat stattgefunden, doch dieses Volk existiert heute noch. Briten, Franzosen, Spanier und US-Amerikaner haben weitaus mehr Völker auf dem Gewissen, ausradierte Reiche, von denen nur noch armselige Bevölkerungsreste übrig geblieben sind.

Kommen wir zu dem größten deutschen Verbrechen, das als "Holocaust" bezeichnet wird. Dieses ist eine "offenkundige" Tatsache, die in diesem Land nicht diskutiert werden darf, dank gesetzlicher Vorschriften. Wenn einem Angeklagten - und wir Deutsche sind alle die Angeklagten - das Recht genommen wird, sich zu verteidigen, dann ist dies ein politischer Prozeß. Nur "Tatsachen", die einer Beweisführung nicht standhalten, benötigen einen gesetzlichen Schutz. Die Jungfräulichkeit Marias anzuzweifeln, mit Hinweis auf biologische Abläufe, war so verboten, wie heute die Berichte von "Augenzeugen" nicht angezweifelt dürfen, mit dem Hinweis auf physikalische oder chemische Gesetze.

Die unterdrückten Völker haben einst Roms Götter angebetet, ja sogar Roms Kaiser zu lebenden Göttern erhoben. Die rückgratlosen Würmer in Menschengestalt, die damals regiert haben, haben den Kaisern Tempel und Heiligtümer gebaut. Heute bauen solche Würmer Holocaust-Gedenkstätten. Die Tempel für die Kaiser wurden als erstes zerstört, nachdem Rom gefallen war.

Diese Geschichten werden heute so intensiv erzählt, um von den anderen Geschichten abzulenken, den Verbrechen der anglo-amerikanischen Kriegführung. Das Vorzeigeopfer, Anne Frank, ist im Lager Bergen-Belsen an Typhus gestorben. Nicht in einer Gaskammer, nicht unter den Stiefeln entmentschter SS-Schergen, nicht durch Kugeln, sondern durch eine Krankheit. Einer Krankheit, die ausgebrochen ist, weil britische Tiefflieger jede Versorgung des Konzentrationslagers unterbunden hatten.

In den USA gab es während des zweiten Weltkriegs ebenfalls Konzentrationslager, in denen amerikanische Staatsbürger interniert worden sind. Was haben sie getan? Ihre Vorfahren waren Japaner oder Deutsche, Kriegsgegner. Deshalb wurden sie eingesperrt und obwohl keine einzige Bombe auf amerikanischen Boden gefallen ist, sind in diesen Lagern Menschen gestorben. Diese Details der Geschichte erfährt man nur selten in Fernsehdokumentationen und eine große Gedenkstätte für die Opfer anglo-amerikanischer Kriegsverbrechen sucht man auf der ganzen Welt vergebens.

Deutschland hat gesühnt, für alles, was jemals im deutschen Namen an Bösem geschehen ist. Andere Völker, die weitaus mehr getan haben, verdrängen ihre Verbrechen. Doch sie stehen in der Bilanz und das Karma ist unerbittlich. Der Niedergang, die Strafe für diese Taten, hat längst begonnen. Der Untergang ist verdient und er wird alle Vasallenregierungen mit sich reißen.

Und Deutschland? Sind wir nicht längst ein ganzes Volk von Würmern geworden, schlaff und gestaltlos, umerzogen von den Siegern, beraubt jeglicher früherer Größe? Ja, richtig, das sind wir. Eine riesige Kugel wertloser Schlacke, dick und reglos. Und doch, ein Hammerschlag des Schicksals und diese Kruste zerbricht. Der glühende Kern aus bestem Erz hat sich erhalten, er war nur versteckt.

Die deutsche Kultur entfaltete sich nach dem Dreißigjährigen Krieg in voller Pracht. Erst danach wurden wir zum Volk der Dichter und Denker, entwickelte sich das Thiutisch des Barbarenvolkes zur ausdrucksstärksten Sprache der Welt. Auch der Hundertjährige Krieg gegen Deutschland, der seit 1914 tobt, wird Deutschland nicht vernichten, trotz aller Umerziehung, trotz aller Propagandalügen, trotz der ungeheuren Übermacht. Denn das Karma wirkt nicht nur zerstörerisch, es baut auch auf.

Bald wird es ein Privileg sein, sich Deutscher nennen zu dürfen, zum Ausgleich dafür, daß es uns solange als Schande eingeredet worden ist. Das ist das Gesetz des Ausgleichs, das Gesetz des Karmas: Nach einem Jahrhundert des Unrechts und der Unterdrückung wird ein Deutsches Jahrhundert anbrechen.

© Michael Winkler