Heiliger Sankt Luzifer (5.12.2012)

Da ward Jesus vom Geist in die Wüste geführt, auf daß er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brot werden. Und er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht."

Da führte ihn der Teufel mit sich in die Heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab; denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln über dir Befehl tun, und sie werden dich auf Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht auch geschrieben: "Du sollst Gott, deinen HERRN, nicht versuchen."

Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst anbeten Gott, deinen HERRN, und ihm allein dienen." Da verließ ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm.

Neues Testament, Evangelium nach Matthäus, Kapitel 4, 1-12

Es lohnt sich durchaus, hin und wieder in die Bibel zu blicken. Vielleicht nicht in die Abteilung mit den jüdischen Heldensagen und Völkermorden, das sehen wir oft genug in den Nachrichten. Diese spezielle Stelle habe ich ausgewählt, weil hier ganz deutlich wird, auf welche Weise Satan, Luzifer oder schlicht der Teufel wirken: durch Versuchung.

Selbst der glühendste Katholiban muß mir zustimmen, daß Jesus in diesem Kapitel Mensch mit allen menschlichen Schwächen ist. Wenn ihn die Römer auf Betreiben der Juden geißeln und ans Kreuz schlagen können, dann deshalb, weil er seiner göttlichen Eigenschaften entsagt hat. Und wenn Menschen Macht über ihn haben, dann hätte auch der Fürst der Hölle Macht über ihn gehabt, über den Menschen Jesus.

Luzifer - bleiben wir bei diesem Namen - greift aber nicht wie der alte Mafiaboß Jahwe zu den zehn Plagen Ägyptens, sondern er setzt ausschließlich Verlockungen ein, Versuchungen. Den Hungernden will er mit Brot verlocken, den Wundertätigen zu einem Wunder veranlassen und dem Ohnmächtigen verspricht er die Herrschaft über die ganze Welt. Es ist in allen Fällen das gleiche Schema: Tu mir einen kleinen Gefallen und ich werde dich reich belohnen!

Als fleißige Konsumenten von Spielfilmen über Rothschild, Mafiabosse, Agenten, Parteiführern und anderen Erpresser wissen wir natürlich, daß es bei dem einen Gefallen nicht bleibt. Den ersten Gefallen tun wir, weil die Belohnung dafür so immens und verlockend erscheint. Den zweiten erweisen wir, weil wir den ersten erwiesen haben - und beim dritten Gefallen gehören wir Luzifer mit Haut und Haaren, mit Leib und Seele.

Ich habe schon einmal ausgeführt, daß Luzifer nicht wirklich "das Böse" ist, sondern durchaus noch zu den himmlischen Heerscharen gehört. Allerdings ist Luzifer nicht der Typ, der uns mit Wattebäuschchen bewirft, sondern der Kerl, der uns auf den Amboß legt und mit dem Schmiedehammer bearbeitet. Die Bibel berichtet von dieser Versuchung ganz gezielt, nehmen wir sie wörtlich, so hätte Jesus sich nur hinknien brauchen, um fortan über die ganze Welt zu herrschen, ganz ohne Kreuzigung, ganz ohne jahrhundertelange Missionierung, von einer Sekunde zur anderen wäre die Welt christianisiert.

Die Geschenke Luzifers sind jedoch nicht ohne Haken. Bleiben wir biblisch, wäre diese christianisierte Welt nicht erlöst, denn das passierte erst durch den Kreuzestod. Und ohne die Auferstehung drei Tage später gäbe es keine christliche Heilsbotschaft. Das Ergebnis wäre eine christliche Welt mit einem pervertierten Christentum.

Ein Schmetterling kann sich nur unter großer Mühe aus dem Kokon befreien, in den er sich zuvor als Raupe eingesponnen hat. Doch diese Mühsal ist unbedingt erforderlich, ohne sie würde er niemals stark genug, um seine Flügen zu entfalten und sein Leben als fliegendes Juwel zu beginnen. Eine Schere, die ihm den Kokon aufschneidet, ist folglich ein luziferisches Geschenk.

Nun verlasse ich das Christentum und wende mich dem Jenseits zu. Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich halte Religionen für durchaus wertvoll. Betrachten wir die ethische Entwicklung eines Menschen als ein Gebäude, das 100 Stockwerke in die Tiefe und 100 Stockwerke in die Höhe reicht, so holen uns die Religionen aus den Abgründen in die überirdischen Bereiche, manche mehr, manche weniger. Die Lehren der Kirche lassen einen von der 100. Tiefhölle bis ins 20. Himmelsstockwerk aufsteigen. Wer sie verinnerlicht, sich mit ihnen auseinandersetzt, sie nicht bloß befolgt, sondern aktiv lebt, der gelangt in den 40. Stock. Nach ganz oben, ins Penthouse, führt allerdings ein mühsamer Aufstieg, den jeder für sich selbst gehen muß, obwohl gerade das Christentum mit seinen Lehren hier noch den Weg weist, was Judentum und Islam nicht leisten.

Wir leben heute im Eisernen Zeitalter, einer grimmigen Periode des Niedergangs der Menschheit, und wir haben dessen Höhepunkt erreicht. Eiserne Zeitalter enden mit einem katastrophalen Zusammenbruch, in dessen Elend sich die Menschheit zu neuen Höhen aufschwingt, zu Goldenen Zeitaltern. Diese Entwicklung hilft den Menschen in ihrem Fortkommen, in ihrem Weg zurück zum Licht, in die höheren Etagen des Hochhauses.

Heute leben mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde, das Jenseits hat sich geradezu entvölkert. Auf der Erde sind sehr weit entwickelte Seelen inkarniert, aber auch sehr junge, die am Anfang ihres Aufstiegs stehen. Diese Seelen wollen alle den Entwicklungsschub erfahren, der durch den Zusammenbruch des Eisernen Zeitalters bewirkt wird. Das Ende dieses Zeitalters bewirkt eine Separation, den Aufstieg des Guten und den Abstieg des Bösen, ähnlich jenem, was im Jüngsten Gericht geschildert wird.

Es geht jedoch nicht um eine ewige Verdammnis! "Satan" wird allerdings tatsächlich "für tausend Jahre" in die Hölle gesperrt. Seelen, die im Eisernen Zeitalter absteigen, dem Bösen verfallen, finden im nachfolgenden und deutlich länger andauernden Goldenen Zeitalter keine Möglichkeit mehr, sich auf der Erde zu inkarnieren, sie bleiben deshalb in den dunkleren Bereichen des Jenseits eingeschlossen. Die Hölle ist zudem kein Ort, an dem kleine, rothäutige Gestalten mit Hörnern, Fledermausflügeln und Dreizacks unablässig die armen Seelen piesacken. Diese Aufgabe übernehmen die Seelen bereitwillig selbst.

Es gibt ein schönes Gleichnis, das den Unterschied zwischen Himmel und Hölle gut beschreibt: Menschen sitzen um einen reich gedeckten Tisch und haben Löffel in der Hand, die so lang sind, daß sie diese nicht in den eigenen Mund führen können. In der Hölle sitzen alle da und hungern, weil keiner sich selbst bedienen kann, im Himmel genießen alle, weil sie sich gegenseitig füttern. Weder Gott noch Teufel quälen die Insassen der Hölle, sie selbst sind es. Weder Gott noch Teufel belohnen die Insassen des Himmels, sondern sie selbst sorgen für Harmonie. Die ewigen Gesetze des Seins sorgen nur für die gerechte Aufteilung, ein jeder gelangt dorthin, wo er hinpaßt.

Der heilige Sankt Luzifer, der Engel der Versuchung, wird als "Fürst der Welt" bezeichnet, als der Regent der Erde. Völlig zu recht, denn wo immer wir hinschauen, herrscht die Versuchung. Die Gier nach Geld und Macht ist die offensichtlichste Versuchung. Wer als Politiker zu Ansehen und Würden gelangen will, muß seine Seele dem Teufel verkaufen. Dieser tritt nicht mit dem im Blut des Delinquenten geschriebenen Vertrag auf, sondern in Form des Parteibüros. Nicht das eigene Gewissen setzt den Kandidaten auf die Wahlzettel, sondern die Partei, folglich tut der Kandidat alles, um der Partei zu gefallen.

Versicherungsvertreter, Gebrauchtwagenhändler, Anlageberater und Immobilienmakler genießen den zweifelhaften Ruf, ihre Geschäfte als Blutsauger ihrer Kunden abzuwickeln. Hier lockt das schnelle Geld, hier lockt die Versuchung, mit ein paar Lügen, ein bißchen Schönfärberei den Profit deutlich zu erhöhen.

Betrachten wir Deutschland, so finden wir zwei Phänomene, die in ihrer Einzigartigkeit das Wirken des heiligen Luzifers überzeugend präsentieren: Der Komplex Drittes Reich und das widersinnige Verhalten bei der sogenannten Zuwanderung.

Wer in der "BRD" etwas werden möchte, muß sich vom Dritten Reich distanzieren. Das beginnt bei seiner Senilität, Altbundeskanzler Schmidt, der seine Zeit als Wehrmachtsoffizier herunterspielt, geht über den Nobelpreis-Literaten Grass, der jahrzehntelang vergessen hat, bei der Waffen-SS gewesen zu sein, zur Obergrünin Jürgen Trittin, der seinen Vater verschweigt, der ebenfalls bei der Waffen-SS gewesen ist, bis hin zum allgegenwärtigen "Kampf gegen Rechts", mit seinen Gedenkfeiern für längst vergessene Juden, seinen Stolpersteinen und seinen Hexenprozessen.

Die Männer, die heute als "Täter" vor die Gerichte gezerrt werden, sind allesamt über 90 Jahre alt. Die "Leugner", die gleichfalls vor Gericht gezerrt werden, können gar nicht leugnen, da sie nie etwas mit eigenen Augen zu sehen bekommen haben. Es gibt keinen Unterschied, ob jemand 2.000 Jahre alte Bibelgeschichten, 1.000 Jahre alte Heiligenlegenden oder 70 Jahre alte Erzählungen glaubt oder nicht glaubt. Ich kann Pierre Brice verleugnen, der Mann lebt noch und ich habe Filme von ihm gesehen, Winnetou hingegen kann ich nicht verleugnen, den habe ich nie kennengelernt, sondern nur von ihm gelesen.

Von einzigartiger Qualität in der Weltgeschichte ist das Verhalten von offizieller deutscher Seite, daß jeder Versuch, die deutsche Geschichte reinzuwaschen, aufs heftigste bekämpft wird, während jede zusätzliche Nestbeschmutzung begeistert gefeiert wird. Du sollst Vater und Mutter ehren, steht auch bei den christlichen Parteien in der Bibel, doch diese beschimpfen und verleugnen ihre Eltern und Großeltern mit der gleichen Vehemenz wie die anderen, ebenfalls sozialistischen Einheitsparteien.

Falle hernieder und bete Sankt Holocaust an, und dir wird es wohlergehen auf Erden, so lautet das Versprechen des heiligen Luzifers im heutigen Deutschland. So du aber leugnest, drohen dir Strafe und Verachtung, Ausgrenzung und Stigmatisierung.

Bei der sogenannten Zuwanderung, die in Wahrheit eine Invasion und staatlich geförderter Landraub ist, handeln die Organe der "BRD" in gleicher, widersinniger Weise. Wenn irgendwo ein Asylbewerberheim eröffnet werden soll, finden Bürgerproteste statt, doch wenn jemand generell gegen diese Art des Eindringens ist, marschiert die "Hinterdeppendorf ist bunt statt braun"-Fraktion auf. Bei Meinungsdelikten traut sich die Polizei noch, Deutsche zu überfallen und auszurauben, doch in gewisse Stadtviertel deutscher Großstädte wagt sich die Polizei allerhöchstens noch im Pulk. In Deutschland wird Deutschen geraten, doch besser auszuziehen, in andere Stadtviertel. Nicht nur von den Damen und Herren Migranten, die dort die taktische Übermacht erlangt haben, sondern auch von Damen der Grüninnen, bei Bürgerversammlungen.

Staatsanwälte und Richter sind niedergefallen und beten den heiligen Sankt Luzifer an, wenn sie "Zuwanderern" gegenüber milde Urteile sprechen oder sie ganz straflos davonkommen lassen, wo gegen Deutsche die ganze Härte des Gesetzes angewandt wird. Nicht die Zuwanderer, die Einheimischen bezahlen die Steuern, aus denen Staatsanwälte und Richter ihre Gehälter beziehen, mit denen Justizpaläste gebaut werden, in denen diese Einheimischen generell als Verbrecher zweiter Klasse behandelt werden, die schon dank ihrer niederen Geburt in deutscher Abstammung minderwertig und rechtlos geworden sind. Als treue Gefolgsleute Luzifers betreiben diese Staatsanwälte und Richter Rassismus gegen die eigene Art.

Die Einheimischen bezahlen die Ausrüstung und Ausbildung der Polizei; jedoch werden dort Einheimische benachteiligt und Zuwanderer bevorzugt. Jene Zuwanderer, die damit ganz legal die Einheimischen schikanieren und ihre eigenen Leute bevorzugen dürfen, laut dem "Ermessensspielraum", den ihnen das Gesetz zubilligt.

Luzifer ist der Engel der Versuchung, er hält, was er verspricht. Wer niederfällt und ihn anbetet, erlangt Macht auf Erden, doch diese Macht ist ein vergiftetes Geschenk. Die Kinder der Staatsanwälte und Richter, der Parteifunktionäre und Politiker gehen auf die gleichen Schulen wie die Kinder jener, auf deren Kosten sie Macht erlangt haben. Nur auf teuren Privatschulen sind deren Kinder vor den Zuwanderern sicher, nur dort können sie unbeschwert von Sprachbarrieren und kulturellen Zwängen lernen. Dafür reicht das Gehalt eines Staatsanwalts oder Richters in der Regel nicht aus, letztlich schaden diese Leute somit sich selbst und ihren Nachkommen.

Verträge mit Luzifer sind Verträge mit dem Teufel, für ein paar Jahre des irdischen Wohlergehens droht die Verdammnis. Doch auch das Gegenteil ist wahr: Wer der Versuchung widersteht, sich aufrichtig zeigt, der erlangt das Heil der höheren Sphären. Das Jüngste Gericht trennt die Gerechten von den Verdammten. Die einen werden vom elften Stockwerk aufwärts wohnen, im vollen Licht der Sonne, die anderen vom elften Stockwerk abwärts, in der Finsternis der Tiefe.

Im Augenblick wird eine große, epische Schlacht geschlagen. In verminderter Form, als kleine Scharmützel, tobt diese Schlacht seit Anbeginn der Zeiten. Jetzt, auf dem Höhepunkt des Eisernen Zeitalters, ist diese Schlacht zur vollen Heftigkeit entbrannt.

Luzifer meint es gut, deshalb sind die Worte "heilig" und "Sankt" durchaus gerechtfertigt. Er bietet die Abkürzung, eine schnelle Entwicklung, die sonst mehrere Inkarnationen erfordert, doch diese Abkürzung ist nicht ungefährlich. Sie gleicht einem Seil, das zwei Berggipfel verbindet. Der sichere Weg wäre der tagelange Abstieg und Wiederaufstieg, mit dem Seil geht es schneller. Sie müssen nicht elegant auf diesem Seil balancieren, es genügt, sich mühsam mit allen Vieren daran entlangzuhangeln. Gelingt es, haben Sie sich einen langen Weg erspart, schaffen Sie es nicht, bedeutet das den Absturz in den Abgrund.

Oh, Sie sind nicht tot, so übel ist Luzifer nicht. Sie sind nur unten, ganz, ganz unten. Und Luzifer verachtet Sie ob Ihrer Schwäche. Sie hätten das Seil nicht betreten brauchen, es war Ihre eigene, freie Entscheidung. Sie haben sich auf das Spiel eingelassen und verloren. Russisch Roulette, mit einem sechsschüssigen Revolver - und VIER Kammern sind geladen.

Warum ist es gerade in Deutschland so übel? Ich werde das oft gefragt und ich habe mir diese Frage ebenfalls sehr oft gestellt. Jedes Mal, wenn ich von den neuesten Eskapaden unserer politischen Führung höre, bei jedem Brief der Würzburger Staatsanwaltschaft, bei den kleinen Meldungen der Ungerechtigkeit in der Zeitung. 70% der Deutschen finden, Merkel würde die Euro-Krise großartig meistern... 70% der Deutschen merken demnach nicht, daß ihnen fortwährend das Geld aus der Tasche gezogen wird, daß sie um die Früchte ihrer Arbeit betrogen werden, für eine wirtschaftliche Totgeburt, die aus politischen Gründen mit hohem Aufwand noch immer künstlich beatmet wird.

Falle nieder und bete mich an... Es genügt schon stumpfsinnig einer Fahne hinterherzutrotten, gedankenlos alles nachzubeten, was einem die Propagandamaschinerie vorsetzt. Es gibt schließlich so viele wichtigere Dinge, als sich um Politik zu kümmern, um das Schicksal des Landes, des eigenen Volkes. Die wundgescheuerte Pfote der Hauskatze verlangt die ganze Aufmerksamkeit, wen kümmert da, daß der Riester-Vertrag Geld verbrennt statt Erträge zu erwirtschaften? Das iPhone 5 ist auf dem Markt, wie komme ich aus dem Vertrag für das Uraltmodell iPhone 4? Das ist viel wichtiger als die deutschenfreie Zone, die 300 Meter vor der eigenen Haustür beginnt.

Warum kommen so viele Menschen auf die Welt, um sich jetzt, wo es am gefährlichsten ist, Luzifers Prüfung zu stellen? Genau deswegen, denn diese Prüfung birgt Chancen. Das Bild mit dem Seil zwischen den Berggipfeln mag anschaulich sein, es zeigt jedoch nicht die ganze Wahrheit. Sie, wie jede andere Seele auch, haben die Fähigkeit des Barons Münchhausen, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Sie fallen vom Seil, stürzen, schlagen unten auf - und wenn Sie dann erkennen, was Sie falsch gemacht haben, können Sie sich wieder zum Seil emporziehen.

Das ist jederzeit möglich! Nur die Propaganda-Abteilungen der verschiedenen Kirchen sprechen von ewiger Verdammnis und bezeichnen den Teufel als böse. Sie malen damit jedoch nicht Luzifer an die Wand, sondern ein Schreckbildnis. Die Kirchen wollen schließlich Ihr Geld, als Steuer oder Opfergabe, und wenn Sie an einen ganz miesen Priester gelangen, redet der Ihnen sogar ein, Sie müßten sich mit einer möglichst großen Menge Ungläubiger in die Luft sprengen, um Gott gefällig zu sein.

Die simple Lösung steht im Neuen Testament: Gehe hin und sündige nicht mehr. Wenn jemand Einsicht in das zeigt, was er falsch gemacht hat, und es fortan nicht mehr tut, dann werden ihm die Sünden vergeben. Aber - und dieses ABER kann man nicht groß genug schreiben: Es geht dabei um Reue und Einsicht. Wenn ein Alkoholiker trocken bleibt, weil er jeden Tag 100 Euro dafür bekommt, hat er nur die Trunksucht (Völlerei) gegen Habgier eingetauscht.

Nach dem Tod, an der Schwelle zum Jenseits, erfolgt das Seelengericht, der aus Nahtoderlebnissen bekannte Lebensfilm. Das ist die letzte Gelegenheit zu Umkehr und Reue, die letzte Gelegenheit, sich am eigenen Schopf nach oben zu ziehen. Selbst wenn Ihnen der Papst persönlich die Beichte abnimmt, Ihnen die Sterbesakramente spendet und Sie nach Ihrem Ableben selig spricht - nur das Seelengericht entscheidet, in welche Etage Sie das große Haus betreten. Kein Papst kann Sie aus dem Keller holen, kein Priester, Lama, Rabbi oder Imam in oberirdische Stockwerke einquartieren, das können Sie nur selbst tun.

Und dabei kann Ihnen der heilige Sankt Luzifer tatsächlich helfen! Wenn Sie einsehen, was Sie falsch gemacht haben, wo Sie der Versuchung erlegen sind, wenn Sie echte Reue zeigen, dann wird Ihnen vor dem Seelengericht vergeben. Allerdings - Sie sind vor diesem Gericht Angeklagter und Ankläger - und der Richter! Sie wissen alles von sich, es gibt kein Verschweigen, kein Lügen, kein Leugnen. Das Seelengericht kennt keine Gnade, nur Gerechtigkeit, diese zudem in letzter Konsequenz.

Eines geht definitiv nicht: Sich auf Erden auf alles einlassen, in der sicheren Gewißheit, daß ein bißchen Reue vor dem Seelengericht die Konsequenzen der Taten verhindern wird. Das geht nicht, denn - SIE sind der Richter! Sie wissen, was Sie getan haben, und Sie wissen, wenn Sie heucheln. Und in diesem einen, speziellen Fall, ist sogar der korrupteste aller Politiker absolut unbestechlich und verurteilt sich selbst in die unteren Kellerebenen.

Ich gebe zu, ich fühle hin und wieder Verzweiflung über das, was aus Deutschland, was aus den Deutschen geworden ist. Luzifer triumphiert, was ihm verfallen ist, verdient Verachtung. Und es wird verachtet, von Luzifer selbst, ob dessen Schwäche und Dummheit. Doch das ist nicht das letzte Wort, niemand ist unrettbar verloren. Eine Umkehr, eine Besserung, ein Aufstieg ist selbst im Jenseits noch möglich. Doch dort dauert es Jahrtausende, wozu auf der Erde nur Jahre, allenfalls Jahrzehnte nötig wären.

Im bevorstehenden Goldenen Zeitalter wird es für das Böse, für die Seelen in den Kellergeschossen, keine Möglichkeit geben, auf die Erde zu kommen. Sie müssen zusehen, wie sich diese Welt zu höchsten Höhen aufschwingt, während sie ausgeschlossen sind, auf Jahrtausende. Ja, auf Jahrtausende, aber nicht für die Ewigkeit! Es gibt keine ewige Verdammnis, nur Umwege, die Zeit beanspruchen, sehr, sehr viel Zeit.

Deshalb möchte ich mit einer Fürbitte schließen: Heiliger Sankt Luzifer, hilf uns, Deine Prüfungen zu bestehen!

© Michael Winkler