Pranger Nr. 500

Der karmische Krieg (24.9.2014)

Oh, das Wort Karma hat jeder schon gehört, doch wer hat es schon verstanden? Ist Karma nicht der indische Guru mit Zottelhaar und Zottelbart auf dem Nagelbett? Oder der böswillige Gott, der einen als Regenwurm wieder auf die Welt zurückkommen läßt? Hat man Karma nicht auf sich geladen und muß sich davon reinigen, bis man es endlich geschafft hat und aufhört zu existieren?

Ja, alles zusammen ist richtig, wenigstens ein bißchen. Karma ist das, was über Einzelschicksal hinaus wirkt, das "Marschgepäck" auf unserem Weg von Leben zu Leben, das, was wir von Geburt an mit uns herumschleppen und wieder mit ins Grab nehmen. Wir sind aber nicht beim Militär, was in unserem Rucksack steckt, bestimmen wir selbst. Und wir haben jederzeit die Macht, etwas hineinzustecken oder etwas herauszunehmen.

Ein jeder tragt sein Packerl, heißt es in Bayern und Österreich. Aber dieses "Packerl" trägt auch denjenigen, der es sich umgeschnallt hat. Karma bedeutet, daß Sie mit den Grundwerten, mit denen Sie Ihr letztes Leben verlassen haben, das nächste Leben wieder beginnen werden. Der einstige Roßtäuscher wird als Sohn eines Gebrauchtwagenhändlers wiedergeboren, weil dies seinem Wesen, seinem Karma entspricht. Jedoch hat er sein Leben selbst in der Hand. Er entscheidet, ob er Versicherungsvertreter werden will oder Schönheitschirurg. Jeder kann sein Leben umkrempeln, das Rezept dazu steht in der Bibel, im Neuen Testament: Gehe hin und sündige nicht mehr!

Von Würzburg aus gesehen, liegt Fulda ganz grob im Norden, Frankfurt am Main im Westen, Stuttgart im Süden und Nürnberg im Osten. Das Wort "Sünde" sollten Sie nicht im kirchlichen Sinne als böse verstehen, sondern als falsche Handlung. Wenn ich nach Norden will und immer den Wegweisern Richtung Stuttgart folge, dann "sündige" ich, weil ich in die falsche Richtung fahre. Wenn ich nach Fulda möchte, MUSS ich umkehren und nicht mehr "sündigen". Das Karma setzt uns auf die Straße nach Fulda, doch es ist unsere eigene Entscheidung, nach Stuttgart zu fahren, oder eben nach Frankfurt oder Nürnberg. Und selbst, wenn wir Jahre in Nürnberg verbracht haben, können wir jederzeit aufbrechen und doch noch nach Fulda fahren.

Sie sind der Herr Ihres Karmas, so, wie Sie am Steuer der Herr Ihres Wagens sind. Das Karma, das Sie aus früheren Leben mitbringen, ist vergleichbar Ihrem Geburtsort. Leben Sie in Kist, befinden Sie sich nahe an der Autobahn Richtung Frankfurt oder Stuttgart, leben Sie in Kürnach, haben Sie es näher nach Fulda oder Nürnberg. Und selbst, wenn Sie in Heilbronn wohnen, von Würzburg aus gesehen auf der halben Strecke Richtung Stuttgart, können Sie trotzdem nach Fulda fahren, es dauert nur länger und kostet mehr Benzin.

Die Geographie ist ein Analogon, ein Gleichnis. In all den Städten gibt es die ganze Bandbreite, vom Guten zum Bösen, vom Mitleidigen bis zum Sadisten. Der bösartige Sadist, der das Zeitliche segnet, wird später in eine Familie hineingeboren, die ihm entspricht, also aus bösartigen Sadisten besteht. Ob dieser Neugeborene sich zum bösartigen Sadisten entwickelt, ist nicht vom Schicksal vorgegeben, das ist seine eigene Entscheidung. Er kann jederzeit damit aufhören und nicht mehr "sündigen", also die als falsch erkannte Lebensweise fortsetzen.

Was beim Karma am schwersten nachvollziehen ist: Gott wertet nicht! In den Augen Gottes sind Pol Pot und Mutter Theresa gleich wertvoll, gleich "gut", auch wenn wir Menschen das anders sehen. Pol Pot schmort nicht in der Hölle, sondern in einem Jenseits, in dem er auf Seinesgleichen trifft, Mutter Theresa an einem anderen Ort, wo sie mit Ihresgleichen zusammen ist. Weder ist das eine Strafe noch das andere eine Belohnung, sondern nur eine Entsprechung. Sie und ich werden höchstwahrscheinlich keinen von beiden treffen, da das nicht unsere Entsprechungen sind.

Trotz allem findet ein karmischer Krieg statt, bei dem die Kräfte des Guten die Kräfte des Bösen bekämpfen. Dies ist eindeutig, und am Ende werden die Guten gewinnen. Auch das ist sicher. Allerdings sind BEIDE SEITEN die Guten, jedenfalls nach dem eigenen Selbstverständnis. Beide wollen nach ihrem eigenen Selbstverständnis das Beste für die Menschheit. Beide wollen die wichtigsten Probleme lösen, und beide halten ihre Methoden für richtig.

Die eine Seite propagiert die Freiheit und die Selbstbestimmung des Individuums, des einzelnen Menschen, die andere Seite die Einschränkung dieser Freiheit, die beständige Steuerung, die Lenkung der Menschen zu deren Besten. Jeder Ansatz hat seine Vor- und Nachteile, was richtig ist, muß jeder für sich entscheiden.

Der Sozialismus gehört dem zweiten Prinzip an, dem Prinzip von Hirte und Herde. Die Herde wird geführt, das einzelne Herdenmitglied braucht sich um nichts zu kümmern, da der Hirte für es denkt. Der Hirte sucht die Weidegründe, der Hirte führt die Herde von Weide zu Weide, er beschützt die Herde, versorgt sie mit Medikamenten, hilft bei Geburten, er regelt alles. Dieser Ansatz geht davon aus, daß der normale Mensch mit seinem Leben überfordert ist, er folglich in allem gegängelt und reguliert werden muß. Die Volksgemeinschaft sorgt für ihn, von der Wiege bis zur Bahre. Die Volksgemeinschaft trägt alle Lebensrisiken, dafür schuldet dieser Einzelne der Gemeinschaft seine Arbeitskraft, seine Treue und seinen Gehorsam. Über der Gemeinschaft stehen Funktionäre, eine Führungselite, die zumeist nach dem Logenprinzip ausgewählt worden ist.

Dem gegenüber steht der freiheitliche Ansatz, bei dem jeder Mensch selbst seines Glückes Schmied ist. Wer es schafft, darf die Früchte seines Erfolgs genießen, wer scheitert, muß sich aus eigener Kraft wieder aus den Trümmern seiner Existenz herausarbeiten und diese neu aufbauen. Der Staat, die Volksgemeinschaft, beschränkt sich auf das Nötigste. Der Einzelne entscheidet für sich selbst, er ist allein Herr seines Schicksals, darf im Prinzip alles. Ins Extrem getrieben, gilt das Recht des Stärkeren.

Viele Säugetierarten und Vögel praktizieren eine Mischform aus beiden. Der neugeborene Nachwuchs wird umsorgt, umhegt und gepflegt, hat er jedoch ein gewisses Alter erreicht, vertreiben die Eltern ihre Jungen, die sich nun eigenständig ein eigenes Revier suchen oder erkämpfen müssen. In funktionierenden menschlichen Gemeinschaften wird dies vergleichbar gehandhabt: Nach der Kindesfürsorge folgt die Ausbildung, schließlich der Schritt des Nachwuchses in die Eigenständigkeit, die Loslösung vom Elternhaus, die Gründung der eigenen Familie.

Der sozialistische Ansatz ist so alt wie die Menschheit. Selbst Neandertaler-Sippen haben verletzte Mitglieder umsorgt, sie miternährt, bis sie gestorben sind oder wieder ihren Platz als Jäger oder Sammler wieder eingenommen haben. Der einzelne Mensch ist zu schwach, um allein zu bestehen. Selbst Überlebensspezialisten sind hin und wieder froh, daß es einen Zahnarzt gibt, der sie von ihren Schmerzen befreit. Als Gemeinschaft stehen die schwachen, verletzlichen, von der Natur ihres Felles, ihrer Klauen, ihrer Reißzähne beraubten Menschen an der Spitze der Nahrungskette. Deshalb ist auch der freiheitlichste Ansatz auf diese Gemeinschaft angelegt. Es geht nicht ohne.

Der deutsche Ansatz war früher, dem Einzelnen so viel Freiheit zu geben wie möglich, und so viel staatliche Hilfe wie unbedingt nötig. Die Rente mit 65, die Bismarck eingeführt hatte, war keine Vollkasko-Versorgung, und gemessen an der damaligen Lebenserwartung wäre sie heute eine Rente mit 85. Die Krankenkasse garantierte eine Grundversorgung, Medikamente, die 10.000 Euro pro Monat kosten und über Jahrzehnte eingenommen werden müssen, hat es damals nicht gegeben. Dafür gab es im Kaiserreich Chancen. Die Bürokratie legte einem Unternehmensgründer keine Steine in den Weg. Es gab durchaus Zeiten des wirtschaftlichen Rückgangs, doch in den Jahren von 1871 bis 1914 gab es praktisch immer genug Arbeitsplätze für eine beständig wachsende Bevölkerung.

Wir leben derzeit in einer Phase des Sozialismus', der linken Ideen. Auf den ersten Blick ist der Sozialismus wunderbar, da alle Lebensrisiken vom Staat abgedeckt werden. Das Problem dabei ist jedoch, daß dazu eine Umverteilungsbürokratie erforderlich ist, die dem Einzelnen alles wegnimmt, worauf die "Gemeinschaft" Anspruch erhebt. Mit dieser Bürokratie wird die Initiative des Einzelnen gelähmt. Der Extremfall des Sozialismus' ist die Sklaverei. Über das Schicksal der entrechteten Bevölkerung bestimmt eine kleine Oberschicht, und sie tut dies in jeglicher Beziehung.

Ein Graf Richard Nikolaus Coudenhove-Kalergi wollte eine "negroide eurasische Mischrasse" heranzüchten, über welche die "jüdische Adelsrasse" herrschen sollte. Dies ist das Bild der Herde und des Hirten, der in diesem Fall nach Abstammung selektiert werden wollte. Die Herde sollte aus völlig durchmischten Menschen bestehen, die ihrer ursprünglichen Abstammungsmerkmale beraubt wären, während die herrschende Kaste sich abschirmt und sich nur unter Ihresgleichen fortpflanzt. Ein anderer Ansatz ist jener der Logenauswahl: bei den Freimaurern gibt es 33 Grade, wobei jeder Kandidat ausgiebig geprüft und begutachtet wird, bevor er in höhere Grade vorrückt. Dieses System wird in politischen Parteien praktiziert, es regelt dort den Aufstieg in höhere Ämter.

Auf dem Papier mag beides gut aussehen, doch sowohl die Angehörigen der "Adelsrasse" als auch die "Logenbrüder" sind letztlich nur Menschen. Universalgenies und unparteiische Gerechte mag es geben, doch das sind die großen Ausnahmen unter den Menschen. Der größte Teil der Menschen verfügt über begrenztes Wissen, begrenzte Einsichten und oft genug unqualifizierte Ansichten. Dabei nimmt die Engstirnigkeit proportional mit dem Glauben an die eigene Unfehlbarkeit zu. So wird aus dem guten Hirten der abscheuliche Tyrann, der zum Besten der Herde jegliche geistige Abirrung brutal unterdrückt.

Die linken Kräfte bedienen sich eines schleichenden Giftes, denn sie versprechen Sorglosigkeit. Im Gegenzug erlangen sie Kontrolle. Der sozialistische Mensch arbeitet tagsüber und besucht abends ein Kulturzentrum, das eine Verdi-Oper aufführt. Im Fernsehen gibt es leichte Unterhaltung und auf dem anderen Kanal eine Bildungssendung. In den Bibliotheken kann sich jeder kostenlos Werke der Weltliteratur ausleihen. Wohnung, Kleidung und Nahrung sind preiswert, Ärzte und Krankenhäuser kostenlos. Einmal im Monat gibt es eine Parteiversammlung, auf der Probleme der Gemeinde besprochen werden. Es ist ein Leben wie im Paradies. Oder wie in der DDR.

Richard Wagner hat die Parteiführung verboten, der wird nicht gespielt. Karl May ist keine Weltliteratur, dessen Bücher werden nicht gedruckt und auch nicht verkauft. Die Bildungssendungen liefern eine einseitige Ansicht der Geschichte, mit einer vorgegebenen Meinung. Was über den täglichen Bedarf hinausgeht, kostet Unsummen oder wird nirgendwo angeboten. Ärzte und Krankenhäuser bieten eine Grundversorgung, was darüber hinausgeht, wird nicht behandelt. Und auf der Parteiversammlung wird hauptsächlich den Funktionären für ihre gute Arbeit gedankt, während Probleme unter den Tisch gekehrt werden.

Wir sind dieser Zukunft näher als wir denken, darauf wird konsequent hingearbeitet. Die Alternative ist das Faustrecht? Nicht, wenn der Markt funktioniert! Dann wird der Einzelne womöglich mal entlassen, doch er findet schnell anderweitig Arbeit. Dann werden Chefs versuchen, den Lohn zu drücken, doch wenn ihnen die Arbeiter davonlaufen, nützen diese Versuche nichts. Der Einzelne wird nicht als dumm zu haltender Untertan behandelt, sondern als gleichberechtigter Mitmensch. Jeder Mensch hat seine Talente, und ein "ungebildeter" Handwerker kann mir Akademiker in fünf Minuten Dinge zeigen, die ich in Jahren nicht lernen würde.

Während der "linke" Sozialismus den Menschen als Masse betrachtet, als gesichtslose, austauschbare Untertanenherde, betrachtet der "rechte" Individualismus den Menschen als Einzelwesen, das seinen eigenen Wert, seine eigenen Fähigkeiten und seine eigene Verantwortung besitzt. Nicht die staatliche Gesetzgebung regelt das Zusammenleben, sondern die gegenseitige Rücksicht und der gegenseitige Respekt. Die "linke" Gesellschaft profitiert davon, die Untertanen dumm, arm und ruhig zu halten, die "rechte" Gesellschaft funktioniert am besten, wenn ihre Bürger informiert, gebildet, wohlhabend und engagiert sind. Der Sozialist wünscht Gesetze, um seinen Nachbarn nach dem eigenen Bild zu formen und bei Abweichung zu schikanieren, der Individualist profitiert von den Eigenheiten und Fähigkeiten des Nachbarn, dem er ebenfalls seine Dienste erweist, um so ein Netz des gegenseitigen Wohlwollens zu knüpfen.

Was hat das alles mit dem Karma zu tun? Setzen wir Stuttgart als Sozialismus, Würzburg als neutral und Fulda als Individualismus. Heilbronn liegt näher an Stuttgart, Schweinfurt näher an Fulda. Wenn nun das Karma so wirkt, daß jeder, der in einer Stadt stirbt, nur dort wiedergeboren werden kann, wird das alles verständlich. Wenn immer mehr Fuldaer nach Schweinfurt ziehen, werden in Fulda kaum noch Kinder geboren. Wandert die nächste Generation nach Würzburg, die übernächste nach Heilbronn, wird die dritte in Stuttgart anlangen. Fulda stirbt aus, Schweinfurt wird menschenleer, Würzburg ein besseres Dorf, während die größte Zahl der Menschen in Stuttgart bis hinauf nach Heilbronn lebt. Der karmische Krieg ist entschieden, der Sozialismus hat gewonnen.

Nun darf der Sozialismus dank Karl Marx durchaus als jüdische Erfindung bezeichnet werden. Nebenbei, Graf Coudenhove-Kalergi hätte nicht von einer "jüdischen" Adelsrasse geschrieben, wenn er selbst kein Jude gewesen wäre. Die Freimaurer sind jedoch älter als Karl Marx, und betrachten wir die Bauernkriege, so finden wir die "Linken" unter den Reformatoren um Martin Luther. Gehen wir durch die Geschichte, finden wir nirgendwo "rechte" Diktatoren, da Diktatur und die Freiheit des Individuums sich ausschließen. Die Superreichen, beispielsweise ein Jakob Fugger, mögen für sich selbst alle Rechte eines Individuums in Anspruch genommen haben, gegenüber denjenigen, die sie ausgebeutet haben, waren sie gleichmacherische linke Unterdrücker. Die Plutokratie ist ihrem Wesen nach eine linke Regierungsform, deren Funktionärskaste durch den individuellen Reichtum gebildet wird, während der Großteil der Menschen als gleichermaßen entrechtete Herdentiere gehalten wird.

Der karmische Krieg um die Freiheit der Menschen tobt seit Anbeginn der menschlichen Geschichte. Keine Seite hat ihn je gewonnen und keine Seite wird ihn je gewinnen. Wir leben in einer Zeit, in der die Linke übermächtig wird, in der das Ende der Freiheit droht. Den Kommunisten früherer Tage schwebte die "Deutsche Sowjetunion" vor, ein kommunistischer Staat auf deutschem Boden. Damit wäre die Weltrevolution ihrer Ansicht nach am Ziel gewesen, denn gerade Deutschland ist der Hort der Freiheit und des Individualismus'. Hier, im Land der Dichter und Denker, wäre die Gleichmacherei, die Degeneration der Menschheit zu Herdenwesen am wirksamsten gewesen. Dem Nationalsozialismus wäre das gelungen, doch da waren die falschen Sozialisten an der Macht, deshalb mußte dieser wieder ausgetilgt werden.

Die deutsche Sprache lehrt wie keine andere zu denken. Sie ist ein mächtiges Werkzeug, Gedanken zu formulieren, sie in feinsten Nuancen auszudrücken. Keine andere Sprache der Welt hat diese Fähigkeit, erreicht diese Tiefe. Deshalb wird Deutsch verdrängt, durch das plumpe, primitive Englisch ersetzt, im eigenen Land durch Schlechtschreibung ausgehöhlt. Deutschland in seiner Gedankenvielfalt ist das Zentrum der Individualität. Doch heute im Zeitalter des Sozialismus' wird uns diese Freiheit immer mehr genommen. Wir werden geformt, indoktriniert, für dumm verkauft. Die Früchte unserer Arbeit werden uns entzogen und per aufwendiger Bürokratie umverteilt. Eine kleine Elite steuert die Politik, die Medien, die Meinungen. Sie sind die Hirten, wir alle nur noch die Herde, ihrer Willkür ausgeliefert. Der Hort der Freiheit, das Volk der Dichter und Denker, wird überrannt. Deutschland, so, wie es sein sollte, steht kurz vor der Vernichtung. Alles ist hoffnungslos geworden, das wird nun von Monat zu Monat deutlicher werden.

Die deutsche Sowjetunion strebt niemand mehr an, stattdessen erhalten wir die Europäische Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken. Der karmische Krieg geht in die Endphase, die Linken glauben, sie würden gewinnen. Doch dieser Krieg ist nicht zu gewinnen, denn die Eliten, mögen sie nun Juden, Freimaurer oder sonstwas sein, haben den Bogen überspannt. Die USA, ihre Machtbasis, wurden dank ihrer Unfähigkeit heruntergewirtschaftet. Sie werden sich mit einem Knall verabschieden, mit einem Weltkrieg, mit einem weltweiten Zusammenbruch.

Und dann? Um mit der Geographie zu arbeiten: Selbst, wenn alle Menschen in Stuttgart leben, wird sich das schnell ändern, wenn Stuttgart überflutet wird. Die Menschen ziehen in den Norden, nach Würzburg, Schweinfurt und Fulda. Wenn unsere Infrastruktur zusammenbricht, benötigen wir keine Herdenmenschen, sondern Talente. Jeder Einzelne ist gefordert, seine individuellen Fähigkeiten, sein Wissen und Können einzubringen. Wenn zwei Drittel der Herde und der Hirte weggeschwemmt worden sind, kann sich der Rest nicht mehr als gefügige Schafe verhalten, sondern muß handeln, muß sich selbst neu organisieren. Und genau das wird geschehen.

Da es ein karmischer Krieg ist, werden die Stuttgarter Sozialisten erst einmal keine Möglichkeit bekommen, wieder auf der Erde zu inkarnieren. Dafür wird es in Fulda wieder Geburten geben, die Individualisten kehren zurück. Für Deutschland wird dadurch ein neues Zeitalter der Freiheit anbrechen. Das tausendjährige Reich wird kommen... Aber auch tausend Jahre gehen vorbei, denn der karmische Krieg wird niemals entschieden. Ein freies Deutschland wird der Menschheit ein Vorbild sein, doch der Sozialismus wird zurückkehren. Es wird neue Eliten geben, die sich als auserwählte Hirten unmündiger Schafe betrachten.

Die Phase nach dem Zusammenbruch wird jedoch zu einer Hochzeit der Menschheit werden. Wir werden scheinbar an Sicherheit verlieren, doch dafür die Freiheit gewinnen. Wir erlangen das Recht zu denken zurück, und damit das Recht, uns weiter und höher zu entwickeln. Der karmische Krieg mag weitergehen, doch es wird Gewinner und Verlierer geben. Nicht irgendeine obskure Adelsrasse wird diesen Krieg gewinnen, sondern der deutsche Geist, die Freiheit, jene, die es wagen, selbst zu denken!

© Michael Winkler