Ich habe einen Traum... (28.2.2007)

...aber es ist nicht der Traum eines Martin Luther King. Ich träume bestimmt nicht von einer konturlosen multikulturellen Gesellschaft und einer ausbeuterischen Globalisierung. Ich träume auch nicht von einer Gesellschaft nach George Orwell, mit Denkverboten und Sprachregelungen, mit totaler Überwachung und Rund-um-die-Uhr Berieselung mit Staatspropaganda.

Ich träume von einem anderen Deutschland

Ich träume von einem Deutschland, das frei ist von Gehirnwäsche und Bevormundung. Ich träume von einem Deutschland, das deutsche Interessen vertritt und diese eigenen Interessen über Ansprüche fremder Völker stellt. Ich träume von einem Deutschland, in dem Deutsch gesprochen wird, nicht Denglisch oder die neue Jugendsprache Kanakisch, nicht Pidgin- oder Dummdeutsch, sondern die hochentwickelte, ausdruckstarke Sprache, die sich in Jahrhunderten entwickelt hat.

Ich träume von einem Deutschland, das nicht laufend mit dem Schmutz einer unseligen Vergangenheit beworfen wird, über das nicht jeder andere "Wahrheiten" verbreitet, die um so "wahrer" sind, je grausamere Propagandalügen sie enthalten. Ich träume von einem Deutschland, das sich nicht in Knechtschaft fremden Mächten beugt, sondern frei und gleichberechtigt in der Gemeinschaft mit anderen Völkern lebt.

Ja, ich träume auch von einem starken, einem mächtigen Deutschland, einem wehrhaften Deutschland, das durch seine militärische Macht vor feindlichen Angreifern geschützt ist. Ein Deutschland, das zugleich so friedlich ist, daß sich keiner seiner Nachbarn bedroht fühlen muß.

In meinem Deutschland gibt es für gute Arbeit gerechten Lohn, für Bedürftige Hilfe und für bisherige Schmarotzer Arbeit. Seine Schulen vermitteln nicht Ideologie und Experimentalpädagogik, sondern Wissen und Bildung, Erziehung und Respekt. Dort stehen nicht die Gehfaulen auf Behindertenparkplätzen vor Einkaufsmärkten und keine Junggesellen auf Mutter-und-Kind-Parkplätzen.

In meinem Deutschland regieren Politiker, die sich Deutschland und dem deutschen Volk verpflichtet fühlen, nicht fremden, weit entfernt liegenden Völkern oder Ländern. Dieses Deutschland ist für deutsche Bürger da, nicht für Leute, die hier nur ein gutes Leben ohne Arbeit suchen. Jeder darf Deutscher werden, aber er muß zeigen, daß er Deutscher werden und als solcher leben will. Wer Türke bleiben möchte, soll das in der Türkei tun, und der Italiener in Italien.

Traum und Wirklichkeit

Es gibt ein Sprichwort: Lernen ist wie rudern gegen den Strom - sobald man damit aufhört, treibt man zurück. Es gibt auch einen interessanten Versuch eines amerikanischen Verhaltensforschers. Der wollte seinen neugeborenen Sohn mit einem neugeborenen Schimpansen zusammen aufwachsen lassen. Er hatte gehofft, der Schimpanse würde dadurch vermenschlichen. Nur leider zeigte der Sohn immer mehr äffische Verhaltensweisen, der Schimpanse hingegen keinerlei menschliche. Und warum? Weil menschliches Verhalten schwerer zu erlernen ist als äffisches. Primitives Verhalten setzt sich deshalb durch, dank der angeborenen menschlichen Faulheit.

Richtiges Deutsch ist schwer zu erlernen. Ich habe jetzt 15 Jahre Erfahrung als Schriftsteller und begehe immer noch Fehler. Denglisch oder das neue Pidgin-Deutsch wäre viel einfacher. Wer im täglichen Umgang ständig "Kanakisch" hört, orientiert sich an dieser Bezugsgruppe und ahmt jene Sprechweise nach. Treten dann noch nachlässige Lehrer hinzu, die ein solches Verhalten tolerieren, verfällt die Sprachkultur rapide.

Bücher lesen, ja lesen überhaupt, ist "uncool". Wir haben ja auch schöne neue "Kulturtechniken", Filme und Videos, viel schneller und bequemer als mühsames Entziffern von Buchstabenfolgen. Wir leben in einer Welt, in der selbst Postkarten zu kompliziert sind und durch kürzelgespickte SMS ersetzt werden. Kinder stehen ratlos mit einem Buch in der Hand herum und suchen das Gerät, mit dem sie selbiges abspielen können.

Wir leben in einem Land, in dem sich jeder Politiker darin gefällt, ständig Asche auf das eigene Haupt zu streuen und das deutsche Volk für schuldig zu erklären. An dieser ewigen, unvergeßlichen Schuld zu zweifeln, ja auch nur der Versuch, die Wahrheit zu ergründen, wird mittlerweile als Gotteslästerung bestraft. Laut einem Richter ist es völlig egal, ob es den Holocaust jemals gegeben hat, wenn es in Deutschland unter Strafe steht, ihn zu leugnen, werden Leugner und Wahrheitssucher eben bestraft.

Ein Land, das sich eine liberale Demokratie nennt, installiert Denkverbote und setzt diese mit inquisitorischen Maßnahmen durch. Die Wahrheit interessiert niemanden, sondern der Glaube, und den Glauben anzuzweifeln ist Gotteslästerung. Nun könnte man über eine solche beschränkte Weltanschauung lächeln und ruhig abwarten, bis deren Vertreter in der Klapsmühle landen, doch leider artet dieser Glaube in Taten aus. Was noch fehlt, sind die Scheiterhaufen, noch beschränkt man sich auf Kerkerhaft.

Für diesen Glauben werden obendrein noch Tribute bezahlt, und zwar nicht von den Gläubigen, die dies aus Überzeugung tun, sondern aus den Kassen der Allgemeinheit. Eine Regierung, die ihr Volk in ewiger Schuldknechtschaft hält, die ein ganzes Volk zu Sklaven eines fremden Willens macht, ohne auch nur den Versuch einer Befreiung zu unternehmen, ist es nicht wert, dieses Volk zu führen.

Deutsche Soldaten dienen dem Schutz des eigenen Landes. Früher sprach man vom Ehrendienst an der Waffe, heute darf man Soldaten mit gerichtlichem Segen als Mörder verunglimpfen. Die Bundeswehr sprach einst vom Bürger in Uniform; seit Kaisers Zeiten genossen Soldaten, die Beschützer des Heimatlandes, hier in Deutschland Achtung. In anderen Ländern galten sie als schlecht bezahlte aber leider notwendige Totschläger, die nur Geld kosteten, solange sie untätig in den Kasernen herumsaßen.

Als solche Totschläger, die jedes erdenkliche Kriegsverbrechen begangen haben, waren jene "Befreier" dann auch unterwegs, sengend und mordend, raubend und plündernd. Doch das ist vergessen, wird allseits verschwiegen, dafür werden die Verfehlungen der Wehrmacht allerorts groß herausgestrichen. Beide Weltkriege wurden Deutschland aufgezwungen, auch wenn sogar Schulbücher das Gegenteil behaupten.

Die deutschen Soldaten sind nicht als Eroberer ausgezogen, sondern sie mußten das Land verteidigen, ihre Heimat. Das allerdings taten sie erfolgreich und offensiv. Dies ist die historische Wahrheit, jenseits aller Fernsehberichte. Die Feinde Deutschlands kamen als Eroberer, als Besatzer, und sie sind als Unterdrücker geblieben. Noch immer gelten alliierte Hoheitsrechte im ach so freien und souveränen Deutschland.

Einst sollte kein Deutscher jemals wieder eine Waffe in die Hand nehmen, doch sobald die Sieger sich entzweiten, wünschten sie deutsche Hilfstruppen am vordersten Brennpunkt der möglichen Front. Als dann diese Front sich auflöste, entschieden die Siegermächte, daß deutsche Truppen sich in deren Namen an deren Eroberungskriegen zu beteiligen hätten. Jetzt stehen deutsche Truppen in allen Ecken der Welt - und die Bundeswehr verfügt gerade noch über 40 moderne Panzer, von denen 20 demnächst an Kanadier in Afghanistan verliehen werden.

Deutschland war ein weltoffenes Land, das jeden aufgenommen hatte, der hier leben und arbeiten wollte, der sich in die Volksgemeinschaft integriert und die deutsche Sprache und die deutsche Kultur übernommen hat. Wer zu uns kommt, um Deutscher zu werden und seine Kinder als Deutsche zu erziehen, ist weiterhin willkommen. Wer bereit ist, nicht nur die Rechte, sondern auch die Pflichten der Deutschen zu teilen, dem reichen wir als Mitbürger die Hand. Das schließt explizit ein, daß die Kinder bei der Bundeswehr dienen.

Wer hingegen nach Deutschland kommt, um von Deutschland zu leben, um mehr zu nehmen, als man zu geben bereit ist, der ist nicht willkommen. Wer in diesem Land leben will, muß sich aktiv bemühen, die Werte und die Kultur dieses Landes zu übernehmen. Hierbei haften Eltern für ihre Kinder, denn wenn es die Eltern versäumen, ihre Kinder richtig zu erziehen, dann ist für die ganze Familie hier kein Platz.

Nicht Deutschland hat die Pflicht, alles zu tun, um Zuwanderer zu integrieren, sondern die Zuwanderer haben das zu erledigen. Wer ungerufen zu uns kommt, von dem können wir verlangen, daß er sich dafür qualifiziert, hier zu leben. Die Entscheidung für Deutschland ist bindend, wer Deutscher werden will, kann nicht zugleich Türke oder Amerikaner sein. Wer hier hingegen nur auf begrenzte Zeit wohnen und arbeiten will, der soll das Risiko dafür auch selbst tragen. Wer dem italienischen Staat Kinder gebiert, der soll sich vom italienischen Staat das Kindergeld holen. Wer als Ausländer in Deutschland arbeitslos wird, bekommt das Arbeitslosengeld, für das er sich einen Anspruch erarbeitet hat. Läuft dieser jedoch aus, so haben Nichtdeutsche dieses Land zu verlassen.

Deutsche Steuergelder sollen für Deutschland ausgegeben werden, nicht für irgendwelche fremden Länder, die zwar das Geld nehmen, aber sonst so rücksichtslos wie undankbar ihre eigenen Interessen verfolgen. Wenn in Deutschland die Straßen verfallen, nützt es gar nichts, wenn mit deutschem Geld Straßen in Polen, Ungarn oder Israel gebaut werden. Wer deutsches Geld erhält, hat keine Forderungen zu stellen, sondern sich dankbar zu erweisen.

Die EU wurde gegründet, um den Völkern Europas zu dienen. Daraus ist ein Monstrum entstanden, mit ausufernder Bürokratie, das in jedes Leben hineinregiert. Die Kommissare werden nicht gewählt, sondern von den jeweiligen Regierungen ernannt, und alle sind nicht etwa ausgewiesene Fachleute, sondern altgediente Parteifunktionäre. Wer die höchsten Beiträge bezahlt, darf auch die Richtung vorgeben. Die USA halten das bei der UNO genauso, nur deutsche Politiker sind nicht fähig, das gegenüber der EU durchzusetzen. Die EU kann auf Frankreich, England, Spanien oder Italien verzichten, aber nicht auf Deutschland. Deshalb muß die EU ein Instrument zur Durchsetzung deutscher Interessen sein, nicht ein Mittel, eben diese Interessen zu unterdrücken.

Eine Globalisierung, bei der mit deutschen Steuergeld gefördert deutsche Arbeitsplätze nach China verlagert werden, ist in meinen Augen Hochverrat. Eigentum verpflichtet, auch große Konzerne gegenüber ihrem Heimatland. Wir brauchen keine Heuschrecken, die deutsche Firmen ausschlachten, Gewinne absahnen und sowohl einen Schuldenberg als auch einen Trümmerhaufen hinterlassen, wenn sie das nächste Opfer anfallen. Jede Firma ist für ihre Mitarbeiter verantwortlich. Hinter ein paar Rendite-Entscheidungen stecken immer menschliche Schicksale, die dabei unter die Räder geraten.

Die schlimmsten aller Schädlinge sind jedoch die deutschen Politiker. Es sind die Leute, die es besser wissen und besser können sollten, aber es nicht tun. Auch hier gilt der Lehrsatz, daß sich das Primitivste durchsetzt. Wenn in einer Partei 50 Prozent fähige Leute und 50 Prozent primitive Mauschler eintreten, so führen die fähigen Leute die Partei am Anfang, bis sich die Primitiven-Fraktion durchgesetzt hat. Wer drei Viertel seiner Zeit damit verbringt, die Probleme des Landes zu lösen, verliert gegen die Ellbogenkünstler im Hintergrund, die sich zur Gänze ihrem eigenen Fortkommen widmen und schließlich die fähigen Leute wegmobben.

Nach diesem Rezept funktionierte der Aufstieg eines "Joschka" Fischer und derjenige einer Angela Merkel.

Fähige Leute kann nur ein unangreifbarer Führer fördern. Ein Franz Josef Strauß konnte es sich erlauben, unter sich Nachfolger aufzubauen. Ein Johannes Rau hat sich das nicht getraut und eine Angela Merkel würde sich schon beim Versuch aus allen Ämtern katapultieren.

Franz Josef Strauß war ein Mann mit Ecken und Kanten und ein Mann mit Fehlern, aber er war trotzdem der ungekrönte König von Bayern. Ein König, ob gekrönt oder ungekrönt, kann seinem Reich Glanz verleihen, aber nur, wenn er zur Fraktion der Fähigen gehört.

Es gibt drei Beispiele in der Geschichte. In der Blütezeit Roms herrschten Adoptivkaiser, die ihr Vorgänger sorgfältig ausgewählt und an Sohnes Statt angenommen hatte. Ausgerechnet Marc Aurel verwarf dieses erfolgreiche System zu Gunsten seines leiblichen Sohnes, was prompt zu Bürgerkriegen und Niedergang des Reiches führte. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation hätte es funktionieren können, wenn die Kurfürsten tatsächlich den fähigsten Mann auf den Thron gewählt hätten. Statt dessen wurde jener gewählt, von dem die Kurfürsten selbst am meisten profitierten. Das wilhelminische Kaiserreich betrieb eine harte Erziehung der Nachfolger, eine strenge Ausbildung. Obwohl Wilhelm II. durch den Tod seines Vaters zu früh an die Macht kam, herrschte er trotzdem über den erfolgreichsten und stabilsten Staat seiner Zeit. Ohne den ersten Weltkrieg stünde er heute als Wilhelm der Große in unseren Geschichtsbüchern.

In England gibt es den Spruch: The King/Queen reigns, but he/she doesn't rule. Diesen Leitspruch stelle ich mir auch für einen deutschen König oder Kaiser vor, der repräsentiert, aber nicht regiert. Jener Kaiser ernennt den fähigsten Mann zum Reichskanzler und dieser Reichskanzler stellt seine Minister zusammen. Das Parlament beschließt über den Haushalt der Regierung und verabschiedet Gesetze, doch es hat keinerlei exekutive Macht. Regierung und Parlament sind streng getrennt. Ebenso unterstehen die Richter nicht einem parteibeherrschten Justizministerium, das über ihre Karriere befindet, sondern ebenfalls dem Kaiser. Der Kaiser ernennt die obersten Richter, doch er ist an seine Personalentscheidung gebunden. Er kann diese nicht nach Lust und Laune entlassen.

Doch hier soll keine Reichsverfassung entwickelt werden, das habe ich an anderer Stelle bereits getan. (Teil 1 und Teil 2). Ich habe einen Traum, mehr nicht. Den Traum von einem besseren Deutschland.

Der Traum - wie verwirklichen?

Dieser Traum hat einen großen Nachteil: er läßt sich nicht verwirklichen. Es gibt keinen evolutionären, keinen sanften Pfad, der diesen Traum Wirklichkeit werden läßt. Es gibt auch keinen revolutionären Pfad, in dem königstreue Umstürzler einen neuen Kaiser auf den Thron setzen.

Der Traum läßt sich nur teilweise verwirklichen, wenn endlich Vernunft einkehrt in der deutschen Politik. Doch dafür müssen sämtliche deutschen Politiker ausgetauscht werden. Keiner der Nachfolger der großen alten Männer der Bundesrepublik erreichte das Format seines Vorgängers. Parteifunktionäre sind nun einmal nur die Karikatur von Führungspersönlichkeiten.

Es gibt nur eine Möglichkeit, diesen Traum umzusetzen, das Katastrophenszenario. Wir haben in den letzten hundert Jahren zwei solcher nationaler Katastrophen erlebt und wir steuern meiner Meinung nach auf die dritte zu. Natürlich wird jeder behaupten, daß eine solche Katastrophe die Stunde der nüchternen Realisten sei, aber das ist grundfalsch.

Die Katastrophe, der Neuanfang, ist aber auch nicht die Zeit der Traumtänzer, sondern die Zeit, in der die Träumer aufwachen und ihren Traum umsetzen müssen. Deshalb, liebe Leser, ist JETZT die Zeit zu träumen. Nur wer jetzt träumt, die Lehren aus der Vergangenheit erkennt und eine bessere Zukunft plant, kann dann aufwachen und seinen Traum verwirklichen.

Die Zeit des Klagens und des Lamentierens ist vorbei, dazu hatten wir lange genug Zeit. Das System steht vor dem Zusammenbruch, mögen es nun ein paar Wochen oder einige Jahre sein, die es sich noch dahinschleppt. Wir haben die Ruhe vor dem Sturm, die Zeit zu ruhen und zu träumen.

Mein Traum muß nicht der allein seligmachende sein, auch meine Fähigkeiten sind begrenzt und auch ich habe einen Tellerrand, den ich fälschlicherweise für den Horizont halte. Ich lade Sie ein, mit mir zu träumen und sich von mir zu eigenen Träumen anregen zu lassen.

Eine bessere Zukunft muß erdacht, ja erträumt werden.Wenn es also knallt, wird sich bald der Staub legen und wir werden sehen, was wir aus den Trümmern der alten Welt wieder aufbauen können. Dann ist kein Platz mehr für Geisterfahrer, dann heißt es anpacken. Und jene Leute, die mit mir in die richtige Richtung gefahren sind, haben dann hoffentlich Landkarten und Baupläne im Handschuhfach. Tun wir das jetzt, ehe die Zukunft uns überrascht.

© Michael Winkler