Was nun, Merkeldeutschland? (30.3.2011)

Für die Namensgeberin der dekadenten Republik ist es ganz einfach: Sie tut erst einmal nichts, dann wartet sie ab, schließlich steigt sie in ein Flugzeug und wenn sie wieder herkommt, bekommt sie irgendeinen Preis. Das funktioniert schon seit Jahren, das Aussitzen hat sie von Helmut Kohl gelernt und seitdem nichts anderes gemacht. Warum auch? Arbeit hält schließlich nur vom Vergnügen ab, und darauf kommt es Merkel an.

Dieser besessenen Frau dient die Macht nicht dazu zu gestalten, sondern nur, um ihre eigene Lust zu befriedigen. So, wie manche Männer einen Sportwagen als Potenzersatz fahren, braucht diese Frau Kanzleramt und vor allem Kanzlerairbus. Sie hat den faustischen Pakt geschlossen und für die Macht ihre Seele verkauft. Mephisto hat geliefert, doch wie bei allen Gaben des Teufels führte sie nicht zum Glück, sondern zur inneren Leere. Was in den ersten Jahren noch leicht erschien, wurde zu einem Fluch, vergleichbar jenem des Midas, nur daß das, was Merkel anfaßt, nicht zu Gold wird, sondern verfault und verrottet.

Die CDU ist zu einer machtlosen Partei verkommen, der zwar noch nicht die Mitglieder, dafür aber die Wähler davonlaufen. Seit Merkel im Kanzleramt nistet, gehen für die Partei die Landtagswahlen verloren. Es mag zwar gerade noch so reichen, um Ministerpräsidenten zu stellen, doch diese Ministerpräsidenten führen schwache, kraftlose Regierungen. Die vielen Wechsel in den Ländern, bei denen die gewählten Kandidaten abtreten, haben die Partei weiter geschwächt.

Doch das Desaster der CDU ist in Wirklichkeit ein Desaster der gesamten politischen Kaste in der Bananenrepublik Merkeldeutschland. Wir hatten in den letzten 15 Jahren auf Bundesebene zunächst Schwarz-Gelb, mit verschleppten Reformen und einem Rekord-Schuldenstand. Dann wurde Rot-Grün ausprobiert, der Euro eingeführt, die Bundeswehr in Kriegseinsätze geschickt, ein Dosenpfand durchgesetzt, mit Hartz IV die Unterschicht zum Prekariat herabgewürdigt - und natürlich wichtige Reformen verschleppt und ein neuer Schulden-Rekord erreicht. Dann kam Schwarz-Rot, die große Koalition, eine Regierung für Notzeiten. Diese hat die Steuern erhöht, die Kanzlerin um die Welt fliegen lassen, Reformen verschleppt und die Staatsschulden erhöht. Jetzt haben wir wieder Schwarz-Gelb, eine Regierung, die seit anderthalb Jahren auf göttliche Eingebungen wartet, Reformen verschleppt und die Staatsschulden erhöht.

Auf der Landesebene kommen noch die Varianten Rot-Dunkelrot, Schwarz-Grün, Schwarz-Gelb-Grün und demnächst auch noch Grün-Rot hinzu. Keine dieser Regierungen hat wirkliche Erfolge aufzuweisen. Die Optionen der Sozialistischen Einheitsparteien im besiegten Deutschland sind ausgereizt. Das mittelmäßige Mittelmaß in der Politik hat dieses Land ins mittelmäßige Mittelmaß regiert, nur die Leistungsbereitschaft seiner Bewohner halten die Dinge noch am Laufen.

Die Leistungs- und vor allem die Leidensbereitschaft der Deutschen haben jedoch auch ihre Grenzen. Niemand macht Überstunden, damit die Kanzlerin in einem noch schickeren Flugzeug um die Welt gondeln kann. Der Mensch, sogar die Deutschen, arbeiten, um etwas davon zu haben. Die unterste Ebene ist das Arbeiten um zu überleben. Ist das gesichert, wird gearbeitet, um sich etwas zu leisten, um voranzukommen, um es in Zukunft besser zu haben.

In dieser merkelhaften BRD ist es nicht nötig, für das eigene Überleben zu arbeiten. Für die Grundsicherung ist gesorgt. Der andere Grund, durch Arbeit voranzukommen, wird zunehmend vereitelt. Das Schlagwort "arm trotz Arbeit" ist keine Erfindung irgendwelcher Sozialromantiker, sondern erlebte Realität. Die Deutschen arbeiten, doch die Früchte dieser Arbeit fallen Anderen zu. Deutsche Straßen verkommen zu Schlaglochpisten, dafür gibt es in Griechenland, Portugal oder Israel wunderbar ausgebaute Prachtstraßen. Dafür, daß es diesen Ländern so gut geht, schicken wir ihnen noch Geld, das wir im Inland dringend bräuchten.

Die Deutschen sterben aus, doch anstatt deutsche Kinder wirklich zu fördern, holen wir zahllose Fremde ins Land und erlauben es denen, uns ihre Version des Lebens aufzuzwingen. Die Früchte unserer Arbeit werden von Bürokraten und anderen Schmarotzern aufgezehrt. Wir bezahlen Richter und Staatsanwälte, die das Recht zum Nachteil unserer eigenen Leute beugen und eingewanderten Verbrechern alle Entschuldigungen zubilligen.

Unsere politische Führung sorgt vor allem für die eigenen Dienstwagen und die eigenen Pensionen, ansonsten werden deutsche Interessen sträflich vernachlässigt. Wenn ein Frank-Walter Steinmeier sagt, wir stünden seit 1945 in der Schuld Europas, um damit die deutschen Zahlungen an die EU zu rechtfertigen, ist das die völlige Verzerrung der Tatsachen. Deutschland wird seit 1945 von Europa und der ganzen Welt ausgeplündert.

Die Ausplünderung war erträglich, solange genug von diesem Ertrag bei den Deutschen zurückgeblieben ist. Steigende Reallöhne, mehr Geld in den Taschen, größere Autos vor der Haustür, Urlaubsreisen in immer fernere Länder - das erleichtert das Los der Sklaven, läßt sie das Joch nicht spüren. Doch inzwischen wird die Ausplünderung übertrieben. Die Profiteure sind trotz dieser Ausplünderung an die Grenzen des eigenen Wohlstands angelangt.

Griechen, Iren, Portugiesen, Italiener, Spanier - sie alle haben sich an das gegenleistungslose Geld aus Deutschland gewöhnt, das von der EU an sie verteilt worden ist. Israel hat sich teuere Kriege geleistet, einen teueren Unterdrückungsapparat, einen teueren Geheimdienst. Die Superreichen in den USA haben ihre Mitbürger gnadenlos ausgesaugt und ihre Verbündeten, insbesondere Deutschland dafür bluten lassen. Deutschland wurde zum Ventil für die sozialen Probleme des NATO-Partners Türkei erkoren.

Daraus ist das Tausend-Wunden-Problem geworden: Keine einzige dieser Wunden ist gefährlich oder gar tödlich, doch in ihrer Vielzahl führen sie zum Verbluten, zum Tod des Verletzten.

Der Wähler hat alle Optionen der Einheitsparteien durchgespielt und keine dieser Optionen hat seine Last auch nur verringert. Ein Wechsel in der Politik bedeutet in Merkeldeutschland nur, daß jetzt Andere die Dienstwagen fahren und Andere sich die Taschen füllen. Für den Bürger bleibt nur ein bißchen Kosmetik, das eine oder andere Trostpflaster.

Merken die Leute das nicht?

Oh doch, sie merken es, nur ist die Grenze der Leidensfähigkeit noch nicht erreicht. Die Deutschen harren aus und hoffen auf bessere Zeiten, anstatt beim ersten Anzeichen einer Regierung gegen das eigene Volk auf die Straße zu gehen. Die arabischen Despoten haben sich Jahrzehnte an der Macht halten können, bis den Völkern der Kragen geplatzt ist. Wir haben dort, von Marokko bis Saudi-Arabien, bis jetzt nur die Ouvertüre gesehen, das Drama beginnt erst.

In den Staaten, die ihre Führer bereits verjagt haben, hat sich noch nichts zum Besseren verändert. In früheren Zeiten hätte man diesen Staaten deutsches Geld zufließen lassen, die Probleme dank deutscher Arbeit hinweggekauft. Dies ist nicht mehr möglich, da die Last für Deutschland bereits zu groß geworden ist. Für Ägypten ist kein Geld mehr in der Kasse, es sei denn, wir nehmen es Israel weg. Wir können keine Truppen nach Libyen schicken, es sei denn, wir ziehen sie aus Afghanistan ab. Wir verfügen nicht einmal über Geld für den Wiederaufbau Japans, weil die USA sich aus eigener Kraft ruiniert haben und nun deutsches Geld für den eigenen Wiederaufbau benötigen.

Jetzt wird es kritisch, in Europa. Bis jetzt sind wir mit Bürgschaften davongekommen. Bürgschaften haben den Vorteil, daß zunächst kein Geld fließen muß. Wenn es so bleibt, war das eine große hilfreiche Geste. Sobald die Bürgschaft in Anspruch genommen wird, wird es bitter, denn dann setzt ein Domino-Effekt ein.

Ich möchte es in ein Beispiel kleiden: Angenommen, ich besitze 4.000 Euro. Dann kann ich eigentlich nur für viermal 1.000 Euro bürgen. Da die Schuldner Eigenmittel besitzen und außerdem aller Wahrscheinlichkeit nach nicht alle gleichzeitig zusammenbrechen, kann ich für... zehnmal 1.000 Euro bürgen. Die Gläubiger sind zufrieden, haben sie doch nur jeweils 1.000 Euro im Feuer und einen großen Topf mit 4.000 Euro, der dafür im Zweifelsfall geradesteht.

Wenn der erste Schuldner aufgibt, bezahle ich die Summe, mit der ich gebürgt habe, 1.000 Euro. Jetzt sind noch neun Schuldner übrig, deren Gläubiger unruhig werden, weil der Topf im Hintergrund leerer geworden ist und tatsächlich schon einmal ausgezahlt wurde. Die Wahrscheinlichkeit, daß ich im Schadensfall jeden Gläubiger bedienen kann, ist von 40% auf 33% gesunken. Die Gläubiger werden höhere Sicherheiten verlangen und höhere Zinsen, die Pleite des nächsten Schuldners wird wahrscheinlicher.

Im Topf von Schäuble stecken keine 4.000 Euro, sondern zwei Billionen Euro, allerdings nicht in Form eines zum Bersten gefüllten Julius-Turms, sondern in Form von Schulden. Das Einzige, mit dem Merkel für die Schulden anderer Länder bürgt, ist die Fähigkeit, noch mehr Schulden für Deutschland aufzunehmen. Und hier wird eine eingeforderte Bürgschaft noch kritischer, denn sobald Merkeldeutschland bezahlen muß, steigen die Staatsschulden und die Kreditwürdigkeit des Landes sinkt.

Um das Bild von vorhin aufzunehmen: Obwohl wir schon aus tausend Wunden bluten, wird demnächst das Rote Kreuz vorbeikommen und uns einen halben Liter als Blutspende abzapfen.

Die vernünftige Lösung wäre, ein paar Wunden zu schließen. Wenn Israel weniger an seiner Weltmacht-Position arbeiten, sondern sich ein wenig einschränken würde, bräuchte es kein Geld aus Deutschland mehr. Auch die USA müßten nichts mehr an Israel bezahlen, wodurch Deutschland wiederum weniger an die USA bezahlen müßte. Finanzgeschenke aus guten Zeiten sind nicht mehr nötig. Die Türkei hat sich in den letzten 50 Jahren sehr gut entwickelt, das Sozialabkommen, durch das ein Familienmitglied in Deutschland reicht, um die ganze Sippe in Anatolien auf deutsche Kosten medizinisch zu versorgen, ist überflüssig geworden. Wir brauchen keinen Krieg in Afghanistan, dieser ist ohnehin verloren. Wir können nicht alle Kriminellen dieser Welt auf Kosten der deutschen Sozialkassen beherbergen. Wer in diesem Land straffällig wird, soll dieses Land verlassen, mit allen Angehörigen, seien diese nun integriert oder nicht.

Ja, es wären nur ein paar Wunden, die zu schließen jedoch nur das Leiden verlängert und das Sterben verzögert.

Eine Regierung für das Volk und für das Land hätte längst diese Maßnahmen ergriffen. Die deutschen Regierungen - ALLE deutschen Regierungen - sind jedoch nichts weiter als Erfüllungsgehilfen der Plünderer. Sie erfüllen die Funktion von Sklavenaufsehern, die selbst Sklaven sind und von anderen Sklaven noch mehr Leistung herauspressen, im Tausch gegen ein paar persönliche Privilegien.

Die Bühne für das große Finale ist bereitet, die Chancen stehen gut, daß der Zusammenbruch bereits 2011 stattfindet. Wir werden in diesen Zusammenbruch ohne eine nationale Regierung gehen. Wer bei dem Wort "national" sofort an "Neonazis" denkt, sollte besser für einige Minuten den kleinen Mann im Ohr ausschalten und das erste Mal in seinem Leben eigenständig denken. Gerade die Anhängerschaft der Grünen, besserverdienende Lehrer und sonstige Beamte, werden deswegen besonders stark bluten müssen. Eine nationale Regierung würde die Interessen des eigenen Volkes über alles andere stellen, eine konturlose Regierung wie die unsere wird für fremde Interessen sparen.

Wo aber kann eine Regierung noch sparen? Wir haben eine in Friedenszeiten unerreichte Steuerbelastung auf uns geladen. Wenn wir auf "Kriegswirtschaft" umschalten müssen, geht das nur, indem die Ausgaben radikal eingeschränkt werden. Wir haben es im letzten Jahr in anderen Ländern gesehen: Reduzierung der Sozialausgaben, Reduzierung der Beamtengehälter und Pensionen, Einstellungsstop, Beförderungssperren. 10%, 15%, 20%? Ausgewogen oder progressiv, also mehr Lasten für den höheren Dienst?

Denken Sie bitte noch einmal an das Beispiel mit den Bürgschaften. Wie wäre Deutschland in der Lage, noch höhere Schulden aufzunehmen? In Euro ist diese Fähigkeit bald ausgereizt, eine Verschlechterung der Bonität würde die Kredite an die Bundesregierung massiv verteuern. Mit einer neuen Mark würde jedoch gleichsam ein Nachbrenner gezündet, die Bonität angehoben und damit die Verschuldungsfähigkeit gesteigert. Die Mark wird deshalb nicht die Erlösung sein, sondern eine Maßnahme, das Ausbluten noch ein wenig zu verlängern.

Fast alle Politiker auf der ganzen Welt haben nichts anderes als ihre Macht, an die sie sich verzweifelt klammern. Der Süchtige kann sein Rauschgift nicht einteilen, die Dosis halbieren oder nur jeden dritten "Schuß" setzen. Der Süchtige braucht seine volle Dosis und er braucht sie in gleichbleibenden Abständen, weil ihm sonst Entzugserscheinungen drohen. Dafür versetzt er das Familiensilber und wird schließlich Straftaten begehen. Falls Ihnen ein anderes Bild lieber ist: Sie gleichen einem Kapitän, dessen Kohlebunker leer sind, und der jetzt die Aufbauten seines Schiffes und alles Brennbare verfeuert, in der Hoffnung, doch noch rettendes Land zu erreichen.

Dieser Ausverkauf des Familiensilbers wird nötig, wenn die Schuldenkrise zuschlägt. Die Regierung wird es bereitwillig ins Pfandhaus bringen. Zu dem Familiensilber gehören übrigens auch Bauernopfer. Die "Trulla aus der Uckermark" (©ZDF) ist ein solches Bauernopfer, das irgendwann auf dem Altar landet, um die Bevölkerung noch ein wenig zu beschwichtigen, ihr ein paar Wochen Hoffnung auf Besserung zu geben.

Wenn alles verfeuert ist, treibt das Schiff steuerlos dahin, für den Süchtigen beginnt der kalte Entzug. Merkel wird versuchen, die Probleme auszusitzen, bis sie aus dem Amt gejagt wird. Ihr Nachfolger wird wieder aus den Sozialistischen Einheitsparteien des besiegten Deutschlands stammen und das, was Merkel getan hat, mit Hektik und Strenge fortsetzen. Wahrscheinlich wird er es sein, der die Sparmaßnahmen einführt.

Es wird nicht reichen!

Wir steuern auf eine Revolution zu, auf einen Umsturz, wie in Nordafrika. Ohne deutsches Geld wird es zu Bürgerkriegen in Spanien, Italien und Frankreich kommen, und schließlich wird sich sogar in Deutschland das Volk gegen die Regierung erheben. Israel wird untergehen, sobald das Land keine Unterstützung von außen mehr erhält. Teure Waffensysteme funktionieren nicht mehr, wenn keine Ersatzteile geliefert werden, teure Flugzeuge bleiben am Boden, wenn es keinen Treibstoff mehr gibt. Nur der Haß der Palästinenser, der bleibt vollumfänglich erhalten.

Ohne den Dollar sind die USA keine Weltmacht mehr, bedrucktes Papier wird kein Handelspartner mehr akzeptieren. Die USA haben über ihre Verhältnisse gelebt, sie werden zusammenbrechen. Deutschlands Elend wird der Welt Ruin... (Lied der Linde)

Vertrauen Sie darauf, daß die Politik keine Rezepte dagegen findet. Die CDU ist ausgemerkelt, wer dort halbwegs intelligent war, hat das Weite gesucht. Die CSU leckt noch immer ihre Wunden, die Seehofer ihr geschlagen hat. Die FDP ist verbraucht, sie hat keinerlei Thema mehr, das sie besetzen kann. Die SPD hat es nicht geschafft, aus dem Niedergang der Union Profit zu schlagen, sie ist selbst innerlich zerrissen. Die Grünen haben den Höhepunkt erreicht und werden radikal abstürzen, wenn sie statt Kellner nun in Baden-Württemberg den Koch geben müssen. Die Linke ist im Westen das Schmuddelkind und im Osten eine aussterbende Gruppe aus Altkadern.

Keine dieser Parteien hat Rezepte oder wenigstens Personal für die Zukunft. Die Funktionäre sind in der Inzucht entstanden, vorangekommen in Seilschaften der Gestrigen, genährt mit Konzepten von Vorgestern. Freiheit und Demokratie sind zum bloßen inhaltsleeren Ritual geworden, dessen Zweck der Erwerb von Dienstwagen ist, nicht die Gestaltung des Landes. Diese Funktionäre braucht keiner mehr. Noch haben es die Wähler nicht begriffen, noch werden die Einheitsparteien mit über 90% gewählt. Noch genügt es, besorgten Bürgern in neuen Parteien ein braunes Etikett anzukleben, um ihre Wahlchancen zunichte zu machen.

Dies wird im Zusammenbruch hinweggefegt. Wer dann in Amt und Würden ist, hat große Aussicht darauf, den "Dankesorden des Deutschen Volkes" verliehen zu bekommen, einen Laternenpfahl, der am Strick um den Hals getragen wird.

Eine oft diskutierte Frage ist, ob die neuen Politiker, die nationale Regierung zum Wohle des deutschen Volkes, sich schon heute organisieren sollten, ja müssen. Wenn sie sich nicht organisieren, besteht die Gefahr, daß dann Personen nach oben gelangen, die wieder im Dienst fremder Mächte dieses Land ausbeuten.

Ja, die Gefahr besteht. Bedenken Sie jedoch, daß sich Organisationen bekämpfen und zerschlagen lassen. Es ist besser, sich im Verborgenen zu halten, als sich offen zu präsentieren. Abgesehen davon haben wir auf diese Weise die Gewähr, daß die Politiker der Zukunft nicht schon in der Gegenwart gekauft worden sind. Ich wäre äußerst mißtrauisch, wenn Personen, die heute schon eine Rolle in der Politik spielen, sich "danach" als die großen Retter und Reformer aufspielen wollen. Macht korrumpiert, und wenn wir mit sauberen Leuten beginnen wollen, müssen es neue Leute sein.

Allerdings kommt es auf den Umfang des Zusammenbruchs an. Schauen Sie meinen Phasenzähler an. Geht es nur bis Phase vier oder fünf, ist die Gefahr groß, daß sich korrumpierte Leute in Nischen halten können und "danach" wieder zum Vorschein kommen. Geht der Untergang in Phase sechs, wird es schwerer, denn da werden die Dankesorden verteilt. Bei Phase sieben werden diese "Gschaftlhuber" sich den Russen andienen und nach deren Niederlage beseitigt werden. Tritt tatsächlich die Phase acht ein, wird der Umbruch derart gewaltig, daß es zu einer völlig neuen Gesellschaftsordnung kommen wird. Dann werden wir "Treugott Rechtschaffen" erleben, den Reichskanzler der Phase neun, oder den neuen Kaiser.

Eines ist jedoch sicher: Das einzige Land, das nicht an der "Droge" gehangen war, also mit deutschem Geld über seine Verhältnisse gelebt hat, ist Deutschland selbst. Deutschland wird folglich als einziges Land keinen Entzug erleben, sondern im Gegenteil eine Freisetzung der eigenen Kraft, weil das, was deutsche Hände erschaffen, dann im Land bleiben wird. Aus diesem Grund wird sich Deutschland schneller erheben als alle anderen Völker der Welt.

Bisher gleicht der Wettlauf der Nationen einem Rennen, bei dem ein einziger Sportler, Deutschland, einen zentnerschweren Rucksack tragen muß, während alle anderen Läufer einen Windhund haben, der sie zieht und schneller werden läßt. Trotz dieser Benachteiligung hat Deutschland erstaunlich lange und erstaunlich gut mitgehalten. Nach dem Zusammenbruch gibt es keine Windhunde mehr und keinen Bleirucksack. Sie können sich sicher denken, wie das Rennen dann ausgehen wird.

Eines muß ich jedoch klarstellen: Bevor es uns besser gehen wird, wird es uns erst einmal schlechter gehen, viel schlechter. In der BRD leben heute 82 Millionen Menschen, davon sind 66 Millionen abstammungsmäßige Deutsche. Endet der Untergang mit Phase vier oder fünf, werden wir mindestens sieben Millionen Menschen verlieren, zum größten Teil Ausländer. Geht es bis Phase sechs, dürften es 20 Millionen werden und ein erneuertes Land der Deutschen entstehen. Phase sieben wird uns auf 40 Millionen reduzieren, Phase acht auf 15 bis 20 Millionen.

Treugott Rechtschaffen wird über Deutschland herrschen, doch nur einer von fünf Deutschen wird diese neue Zeit erleben.

Merkeldeutschland wird enden, doch wir werden für den Neuanfang einen hohen Preis bezahlen müssen. Sie kennen meine Fahne, das Gold-Rot-Schwarz, bei dem die dunkle Gegenwart zur glorreichen Zukunft werden wird - wobei der Aufstieg über das Rot führt, über das vergossene Blut. Jedoch ist damit eine Hoffnung verbunden: Je tiefer der Abstieg, desto höher wird er uns schließlich nach oben führen. Wer die Phase acht überlebt, dem steht sehr viel Arbeit bevor, doch diese Arbeit wird er ausschließlich für sich, zu seinem eigenen Besten, zum Wohle des ganzen, des eigenen Volkes leisten.

© Michael Winkler